<< Löbe, Paul
Loebell, Friedrich Wilhelm von >>
Löbell, Frank
Mathematiker,
* 11.5.1893 Tandjong-Morawa (Sumatra),
† 31.5.1964 München. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Auszeichnungen
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Eduard (1864–98),
Dr. med., Arzt,
S d. Eduard (1825–89),
Dr. med., Arzt in
Niederländ.-Indien, u. d. Adriane Caroline van Swieten;
M Elisabet (1875–1952),
T d. Pfarrers Hermann Ziegele u. d. Marie Preu;
Ur-Gvv Sigismund (1792–1869),
Prof. d. Rechte in Marburg (s.
ADB 19); -
⚭ Bempflingen 1924 Marta (1900–84,
Cousine 2.
Grades),
T d. Pfarrers Paul Ziegele u. d. Berta
v. Jan; 3
S, 1
T ,
u. a. Dietrich (
* 1928),
Dr. rer. nat.,
Dir. in
Fa. Siemens, Maria (
⚭ Thomas Eisner,
* 1928,
Prof. d. Biol. in Boston).
Leben ↑
Die Schulzeit verbrachte
L. in Ludwigsburg und in Straßburg. Hier begann er 1912 das Studium der Mathematik und Physik bei F. Braun (Physik) und G. Faber, R.
v. Mises, F. Schur, H. Weber und J. Wellstein. Nach längerer Unterbrechung durch Krankheit und Krieg konnte er 1918/19 sein Studium in Freiburg, danach in Tübingen bei G. Hessenberg und R. König fortsetzen und 1920/21 mit den Dienstprüfungen für das höhere Lehramt in Württemberg abschließen. Nach kurzem Schuldienst war er seit 1922 als Assistent für Höhere Mathematik bei W. Kutta an der
TH Stuttgart tätig. 1926 wurde er mit der Arbeit „Die überall regulären unbegrenzten Flächen fester Krümmung“ in Tübingen bei K. Kommerell und G. Hessenberg promoviert. Dem Themenkreis seiner Dissertation widmete er sich weiterhin, später gewann er auf diesem Gebiet wichtige neue Ergebnisse, so in seiner Habilitations
|arbeit (1928) über Probleme der geodätischen Linien auf den Clifford-Kleinschen Flächen (
TH Stuttgart). 1930 folgte dort ein Lehrauftrag für Geometrie der Kurven und Flächen, Höhere Algebra und Funktionentheorie, und schon 1931 berief man ihn, nach kurzer Vertretung, auf das Ordinariat für Darstellende Geometrie. 1934 wurde er
o. Professor und Direktor des Instituts für Geometrie an der
TH München (Emeritierung 1959). 1946/47 war er Dekan, 1947/48 Prodekan der Fakultät für Allgemeine Wissenschaften, 1948-50 Prorektor. –
L.s wissenschaftliche Arbeiten befruchteten nahezu das Gesamtgebiet der Geometrie, so
z. B. die Darstellende (Konstruktive) Geometrie durch neue Lehrmethoden, die Nichteuklidische Geometrie durch Einführung eines vektorähnlichen Kalküls, die Differentialgeometrie durch konsequente Verwendung der damals neuen Vektordarstellung zusammen mit der kinematischen („natürlichen“) Methode, die Flächenabbildungen und Kartenprojektionen durch Ausarbeitung und Einführung der exakten differentialgeometrischen Beziehungen
|Auszeichnungen ↑
Mitgl. d.
Bayer. Ak. d. Wiss. (1947),
Ehrenmitgl. d.
Keplerges. Weil der Stadt (1960).
Literatur ↑
J. Lense, in:
Jb. d.
Bayer. Ak. d. Wiss. 1964, S. 201-07
(P);
O. Baier u. H. Lenz, in:
Jb. d.
Dt. Math.-
Ver. 70, 1967, S. 1-15
(W-Verz.);
Pogg. VI, VII a.
Autor ↑
Gottlob KirschmerEmpfohlene Zitierweise ↑
Kirschmer, Gottlob, „Löbell, Frank“,
in: Neue Deutsche Biographie
15
(1987), S.
21 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd120894866.html
Löbell, Frank
Name: Löbell, Frank
Namensvariante: Loebell, Frank
Lebensdaten: 1893 bis 1964
Geburtsort: Tandjong-Morawa (Sumatra)
Sterbeort: München
Beruf/Lebensstellung: Mathematiker
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Kirschmer, GottlobPND: 120894866