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NDB-Artikel

<< Borner, Caspar     Bornhardt, Friedrich Wilhelm Conrad Eduard >>

Bornewasser, Franz Rudolph

Bischof von Trier, * 13.3.1866 Radevormwald (Kreis Solingen-Lennep), 20.12.1951 Trier.


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Gustav Eduard (1838–95), Musiklehrer, Kaufmann und Gastwirt, S des Johann Peter Wilhelm, Musiklehrer in Hagelsiepen (Gemeinde Hückeswagen/Rheinland), später Radevormwald, und der Helena genannt Eleonore Drecker; M Elisabeth (1838–1910), T des Franz Wielich, Lehrer in Lennep, später Wipperfürth, und der Anna Elisabeth Biesenbach.

Leben  
Bornewasser studierte in Marburg und Bonn Jura, wandte sich vorübergehend dem Lehrerberuf, dann der Theologie zu (1891-94 theologisches Studium in Bonn und Köln, 1894 Priesterweihe). Die Aufgaben, die ihm in Seelsorge und Verwaltung, in der Ausbildung der Organisten wie des Priesternachwuchses anvertraut wurden, waren vielfältig und wechselten rasch: 1894 Domvikar, Kaplan bei St. Kolumban Köln, 1896 Rektor in Wülfrath, 1899 Direktor des Gregoriushauses in Aachen, Schriftleiter von „Gregoriusblatt“ und „Gregoriusbote“, 1909 Pfarrer in St. Suitbert-Elberfeld, 1914 Pfarrer in Hasselsweiler und zugleich seit 1915 Dechant des Dekanates Jülich, 1916 Professor für Pastoraltheologie und Subregens am Kölner Priesterseminar, 1921 Stiftspropst in Aachen und zugleich seit 1921 Weihbischof und Titularbischof von Bita. Am 27.2.1922 wählte das Trierer Domkapitel Bornewasser zum Bischof. Die 29 Jahre seines Episkopates, reich an innerkirchlichen Ereignissen, sind bestimmt durch die Saarfrage, in der Bornewasser stets den deutschen Standpunkt vertrat (der Erfolg der Abstimmung von 1935 wurde zu einem guten Teil seinem Appell an die Bevölkerung verdankt), und den Nationalsozialismus, der selbst vor der Person Bornewassers nicht Halt machte. Als Prediger von eindrucksvoller Kraft und als charakterfeste religiöse Persönlichkeit hat Bornewasser allgemeine Anerkennung gefunden.

Werke  
Predigten u. Hirtenbriefe aus nat.sozialist. Zeit, auszugsweise in: F. Strobel, Christliche Bewährung, 1946.

Literatur  
K. Speckner, Die Wächter d. Kirche, 1934, S. 197 bis 206 (P); Hdb. d. Bistums Trier 19, 1938, S. 10; J. Neuhäusler, Kreuz u. Hakenkreuz, 1946; A. Heintz, in: Sanctificatio Nostra 17, 1952, S. 305-09; ders., in: Archiv f. mittelrhein. Kirchengesch. 4, 1952, S.365

Autor  
Eduard Hegel
Empfohlene Zitierweise  

Hegel, Eduard, „Bornewasser, Franz Rudolph“, in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 470 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd122304063.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 2 (1955), S. 470

PND: 122304063
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Index

Bornewasser, Franz Rudolph

Name: Bornewasser, Franz Rudolph
Lebensdaten: 1866 bis 1951
Geburtsort: Radevormwald (Kreis Solingen-Lennep)
Sterbeort: Trier
Beruf/Lebensstellung: Bischof von Trier
Konfession: katholisch
Autor NDB: Hegel, Eduard
PND: 122304063

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Bornewasser, Franz Rudolph

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122304063

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