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Borcke, Friedrich Wilhelm Freiherr von
preußischer Staatsminister,
* 20.3.1693 Gersdorf (Pommern),
† 26.8.1769 Berlin. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Georg Heinrich, Kammergerichtsrat,
S des Ulrich Felix und der Martha geborene von Borcke;
M Wilhelmine Marie von Meinders;
⚭ 1) 1729 Marie
Aug. Gräfin von Borcke-Stargordt (1702–30), 2) 1732
Marg. Helene,
T des Adrian Bernhard Graf von Borcke s. (1); 3
S, 4
T; E Heinrich s. (2).
Leben ↑
Borcke begann seine Laufbahn im preußischen Verwaltungsdienst als Kriegsrat bei dem Kriegskommissariat des Herzogtums Magdeburg, stieg aber bald zum Präsidenten der Kriegs- und Domänenkammern in Minden und Cleve auf und wurde 1731 zum Geheimen Etatsminister ernannt. Während seiner Tätigkeit in den westlichen Provinzen erwarb er Schloß Hueth, Kreis Rees (Rheinland). Doch endete seine Tätigkeit dort mit einem großen Skandal. Er selbst hatte wegen der Wasserbauten am Rhein eine Untersuchung gegen den aus alteingesessener und angesehener Familie stammenden Landrentmeister Rappard veranlaßt, wurde aber dabei selbst schwer belastet, so daß Friedrich Wilhelm I. im höchsten Zorn 1739 den „meineidigen Präsident Borck“ entließ. Borcke ging als Geheimer Rat in hessen-kasselsche Dienste und hat von dort die Heirat des Prinzen Heinrich mit einer hessischen Prinzessin vermittelt. 1753 berief ihn Friedrich II. wieder als Minister in das Generaldirektorium und ernannte ihn zum Zeichen seines Vertrauens bei Ausbruch des sieben
|jährigen Krieges zum Chef des Feldkriegsdirektoriums in Sachsen. Doch hat Borcke auch bei dieser sicher nicht leichten Verwaltungsaufgabe seinen königlichen Herrn nicht zufriedenstellen können. Friedrich II. schickte ihn deshalb 1759 nach Berlin zur Leitung des Militärdepartements im Generaldirektorium zurück. In Berlin munkelte man, daß er sich in Sachsen„ außerordentlich bereichert und wie ein Souverain gelebt“ habe. 1764 erhielt er seinen Abschied und zog sich auf seine Güter zurück.
Literatur ↑
Ch. A. Klaproth, Der
kgl. preuß. geh. Staatsrat, 1805;
Acta Borussica, Behördenorganisation,
Bd. 5, 6, 9-13, 1910-26.
Portraits ↑
Kniestück
v. A. Pesne (Schloß Hueth).
Autor ↑
Hans BranigEmpfohlene Zitierweise ↑
Branig, Hans, „Borcke, Friedrich Wilhelm Freiherr von“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
460 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd12282704X.html
Borcke, Friedrich Wilhem Freiherr von
Name: Borcke, Friedrich Wilhem Freiherr von
Lebensdaten: 1693 bis 1769
Geburtsort: Gersdorf (Pommern)
Sterbeort: Berlin
Beruf/Lebensstellung: preußischer Staatsminister
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Branig, HansPND: 12282704X