<< Friedländer, Max Jacob
Friedli, Emanuel >>
Friedländer-Fuld, Friedrich (Fritz) Viktor von (preußischer Adel 1906)
oberschlesisch Kohlenmagnat,
* 30.8.1858 Gleiwitz,
† 16.7.1917 Schloß Lanke bei Bernau. (israelitisch, seit 1898 evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Auszeichnungen
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Emanuel
F. (
† 1880), gründete 1866 Kohlengroßhandlung in
G.,
KR, Vorsitzender d. Handelskammer;
M Anna Julie Friedländer aus Oppeln;
Schw Valeska (
⚭ Herm. Cohn, 1838–1906,
Prof. d.
Augenheilkde., s.
BLÄ);
⚭ Amsterdam 1891 Milly Fuld (
* 1868), Bankiers-
T ;
T Marie-Anne (
⚭ 1] 1914 [f. nichtig erklärt 1915] John Mitford, 2] 1920 [
⚮ 1923] Richard
v. Kühlmann,
† 1948,
Staatssekr. d.
Auswärt. Amts, 3] 1923 Rudolf
v. Goldschmidt-Rothschild,
* 1883, Bankier);
N Robert Friedländer (
Ps. Prechtl, 1874-1950), Schriftsteller (s.
Kosch, Lit.-Lex., Nachtrag), Emil Ludwig (
urspr. Cohn,
† 1948), Schriftsteller.
Leben ↑
Friedländer-Fuld gilt als einer der glänzendsten und erfolgreichsten Vertreter der deutschen Wirtschaftsperiode vor dem 1. Weltkrieg. Seine Verdienste um das oberschlesische Revier im besonderen bestanden in der Einführung der Koksindustrie mit Gewinnung der Nebenprodukte und im Aufbau einer eigenen großen Kohlenproduktion. In Zabrze (Hindenburg) wurden 1890 die „Oberschlesischen Kokswerke und Chemischen Fabriken“ gegründet. 1891 erfolgte der Bau der ersten oberschlesischen Benzolfabrik auf Julienhütte. Der eigene Kohlengrubenbesitz im südlichen Teil des Reviers wurde 1903 zur „Rybniker-Steinkohlen-Gewerkschaft“ zusammengeschlossen. Mit R. Hegenscheidt schuf Friedländer-Fuld 1905 die „Interessengemeinschaft oberschlesischer Steingruben“. Noch kurz vor seinem Tode beteiligte er sich an den Vorbereitungen zur Gründung
|der „Oberschlesischen Karbid- und Stickstoffwerke“ in Chorzow. Das von Friedländer-Fuld geplante Kohlenforschungsinstitut in Breslau hat 1922 seine Tochter einrichten können.
Auszeichnungen ↑
Fideikommißherr auf Groß-Gorschütz
Kr. Ratibor,
GKR,
Mitgl. d. Herrenhauses.
Literatur ↑
R. Friedländer, F.
v. F. u. d.
dt. Wirtsch.,
o. J. [1918];
R. Wachsmann, in:
Schles. Lb. I, 1922, S. 296
ff. (P);
A. Perlick, Oberschles. Berg- u. Hüttenleute, 1953, S. 82 f.
(L);
ders., Zur
Gesch. d.
Fa. F., in:
Mitt. d. Beuthener
Gesch.- u.
Mus.-ver., Dortmund, 1955, H. 15/16, S. 41 f.;
Weimarer
hist.-
geneal. Taschenbuch d. gesamten Adels jehudä. Ursprungs I, 1912, S. 336, II, 1913, S. 590
ff.;
DBJ II (
Tl. 1917,
L).
Autor ↑
Alfons PerlickEmpfohlene Zitierweise ↑
Perlick, Alfons, „Friedländer-Fuld, Friedrich Viktor von“,
in: Neue Deutsche Biographie
5
(1961), S.
456 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd141706597.html
Friedlaender-Fuld, Fritz von
Name: Friedlaender-Fuld, Fritz von
Namensvariante: Friedländer-Fuld, Friedrich von
Namensvariante: Friedländer-Fuld, Friedrich Viktor von
Lebensdaten: 1858 bis 1917
Geburtsort: Gleiwitz
Sterbeort: Schloß Lanke bei Bernau
Beruf/Lebensstellung: oberschlesischer Kohlenmagnat; Großindustrieller
Konfession: jüdisch; evangelisch
Autor NDB:
Perlick, AlfonsPND: 141706597