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Borchert, Wolfgang >>
Borchers, Johann Albert Wilhelm
Metallurg,
* 6.10.1856 Goslar,
† 6.1.1925 Goslar. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Albert (1831–1909), Ökonom in Goslar,
S des Friedrich Wilhelm, Senator von Goslar, Ökonom und Posthalter, und der
Joh. Dorothea Hochgreve;
M Pauline (1834–60),
T des Heinrich Andreas Johann Laudahn, Brennereibesitzer und Ökonom in Goslar, und der Wilhelmie Henriette Hartmann;
⚭ Kauernick (Kreis Loebau/Westpreußen) 1886 Lucie (1865–1917),
T des
Rud. Heinrich Friedrich Probst, Rittergutsbesitzer, und der Adele Larz; 4
S.
Leben ↑
Nach Abschluß seiner Studien in Gießen und Erlangen trat Borchers 1879 als Chemiker bei der Firma E. de Haën in Hannover ein. 1882 ging er nach Amerika, um im Auftrag der Colonial Chemical Works in West-Medford (Massachusetts) die Erbauung und Leitung von chemischen Fabriken zu übernehmen. Zurückgekehrt, wurde er 1887 von seiner früheren Firma mit der Oberleitung der metallurgischen, maschinellen, elektrischen und feuerungstechnischen Anlagen des Werks betraut. 1891/92 studierte Borchers Hüttenkunde und Hüttenmaschinenwesen an der Bergakademie Clausthal. 1892-97 war er Lehrer der Chemie und Metallhüttenkunde an der Maschinenbau- und Hüttenschule in Duisburg, dann wurde er an die
TH Aachen berufen. Aus dem von ihm gegründeten Institut für Metallhüttenwesen und Elektrometallurgie sind weit über 100 Forschungsarbeiten auf den verschiedensten Gebieten des Hüttenwesens hervorgegangen. Eine hervorragende Stellung nehmen die Untersuchungen über korrosionsbeständige Legierungen ein, die die
|Voraussetzung zur Entwicklung der rostfreien Stähle geschaffen haben. Geschätzt wurden seine vielen Gutachten; daneben entfaltete er eine rege literarische Tätigkeit. Borchers gelang die erste Darstellung von Calzium-Carbid in Deutschland. - In Anerkennung seiner besonderen Verdienste um die Aachener Hochschule als Rektor in den Jahren 1904 bis 1909 wurde er in das Preußische Herrenhaus berufen. Zu seiner Ehrung wurde die Borchers-Stiftung errichtet. - Dr.-
Ing. e. h. der
TH Breslau.
Werke ↑
u. a. Elektrometallurgie, 1891,
31903
(in mehrere Sprachen übers.); Die elektr. Öfen, 1897,
41923; Hüttenwesen, 1908,
21921; Die Metallhüttenbetriebe, 4
Bde., 1915/24;
Begründer u. Hrsg.: Zs. f. Elektrotechnik u. Elektrochemie
(mit A. Wilke), seit 1894;
Zs. Metallurgie
(seit 1906 mit F. Wüst), seit 1904;
Hrsg.: Jb. d. Elektrochemie
(mit W. Nernst), seit 1894.
Literatur ↑
Techn. Lit.-
Kal. II, 1920,
Sp. 68
(W);
Pogg. III bis VI
(W);
Der Aachener Bezirks-
Ver. d.
VDI (1907–1931), 1931
(Festschr.), S. 58 f.
(P);
F. Wüst, in: Stahl u. Eisen 45, 1925, S. 287
(P);
ebenda 55, 1935, S. 1407;
Zs. f.
Metallkde., 1925, S. 108;
W. Serlo, Westdt. Berg- u. Hüttenleute u. ihre Familien, 1938, S. 335-51
(P);
Rhdb. I;
C. Schiffner, Die Männer d. Metallhüttenwesens, 1942.
Autor ↑
Paul RöntgenEmpfohlene Zitierweise ↑
Röntgen, Paul, „Borchers, Johann Albert Wilhelm“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
457 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd117620742.html
Borchers, Wilhelm
Name: Borchers, Wilhelm
Namensvariante: Borchers, Johann Albert Wilhelm
Lebensdaten: 1856 bis 1925
Geburtsort: Goslar
Sterbeort: Goslar
Beruf/Lebensstellung: Metallurg
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Röntgen, PaulPND: 117620742