<< Aichel, Otto
Aichinger, Gregor >>
Aicher, Otto
Benediktiner-Dramatiker,
* 1628 Neumarkt-
St. Veit (Niederbayern),
† 18. (16.?) 1.1705 Salzburg.
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Aicher lehrte seit 1657 Grammatik, Poetik und Rhetorik, später Moral und Geschichte an der Benediktiner-Universität Salzburg (wo Abraham a Sancta Clara sein Schüler war), schrieb über 20 Bücher in gebundener und ungebundener Rede und vertrat das ältere, noch vom Jesuitenstück und von der italienischen Oper beeinflußte Benediktinerdrama. Er verfaßte
u.a. 12 im Salzburger Akademietheater seit 1670 aufgeführte, mit blutrünstigen Auftritten durchsetzte Barockstücke, die von Georg Muffat, A. Hofer oder H. Piber in Musik gesetzt wurden.
Werke ↑
u. a. Athalia, d. blutige Furie d.
jüd. Königreiches
(aufgeführt am 12.10.1676); Das goldene
Jh. d. Kirche u. d. Sprengels
v. Salzburg
(aufgeführt am 10.9.1686 zur 1100-Jahr-Feier d. Salzburger Kirche); s.a. C.
A. Baader, Das gelehrte Baiern, 1804; M. Fürst, Biograph.
Lex. f. d. Gebiet
zw. Inn und Salzach, 1901;
Dictionnaire d’Histoire et de Géographie Ecclésiastiques I, 1912,
Sp. 1097.
Literatur ↑
ADB I;
M. Ziegelbauer,
Hist. rei litterariae
OSB III, 1754, S. 425;
M. Sattler, Collectaneen-
Bll. z. Gesch. d. Bened.-
Univ. Salzburg, 1890, S. 255 ff.;
H. F. Wagner, Das Schuldrama in Salzburg, in:
Ztschr. d. Salzburger Lehrervereins, 1890;
P. Muschard, Das Kirchenrecht bei d.
dt. Benediktinern u. Zisterziensern d. 18. Jh.s, in:
StMBO 47, 1929, S. 247;
A. Kutscher, Das Salzburger Barocktheater, 1924;
ders., Vom Salzburger Barocktheater
z. d. Salzburger Festspielen, 1939;
Kosch, Kath. Dtld., 1933,
Sp. 19;
Enc. Catt. I, 1949.
Autor ↑
Anton DörrerEmpfohlene Zitierweise ↑
Dörrer, Anton, „Aicher, Otto“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
116
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd124578225.html
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Aichinger, Gregor >>
Aicher, Otto
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Aicher: Otto
A.
, geb. 1628, † zu Salzburg
18. Jan. 1705 (Adelung und Baader,
Gel. Baiern, geben irriger Weise den 17. Jan. an), ein durch
seinen Eifer für die Jugendbildung glühender Mann. Er trat früh in
das Benedictiner-Stift St. Veit zu Neumarkt in Niederbaiern, und
ward 1657 als Professor an die Benedictiner Anstalt (Gymnasium und
Universität) Salzburg von der Congregation gesandt, wo er bis 1658
Grammatik, von 1659—80 Poetik und Rhetorik, von da an aber bis zu
seinem Lebensende Moral und Geschichte lehrte. In dieser seiner
48jährigen Lehrthätigkeit trug er wesentlich zum Flor seiner
Schule bei und stand persönlich in hohem Ansehen (vgl. die Histor. Universitatis Salisb. sub cura P. P.
Benedictinorum Bonndorfii). Seine bei Baader, Gel. Baiern,
verzeichneten 21 prosaischen und poet. Schriften verschiedensten
Inhaltes sind heute veraltet. Zu nennen ist etwa die "Epitome chronol. historiae universalis sacrae et
profanae", 1706 in 3 Bänden.
Autor ↑
Ruland.
Empfohlene Zitierweise ↑
Ruland, Carl, „Aicher, Otto“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
165
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd124578225.html?anchor=adb
Aicher, Otto
Name: Aicher, Otto
Lebensdaten: 1628 bis 1705
Geburtsort: Neumarkt-St.Sankt Veit (Niederbayern)
Sterbeort: Salzburg
Beruf/Lebensstellung: Benediktiner; Dramatiker; Grammatiker; Poetiker; Rhetoriker; Historiker
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Dörrer, AntonAutor ADB:
Ruland, CarlPND: 124578225