Name
Liesegang, Eduard
Namensvarianten
Liesegang, Ed.; Liesegang, Eduard; Liesegang, Paul Ed.; Liesegang, Paul Eduard
Lebensdaten
1838 bis 1896
Geburtsort
Elberfeld
Sterbeort
Düsseldorf
Beruf/Lebensstellung
Photochemiker
Konfession
keine Angabe
Autor NDB
Claus Priesner
Autor ADB
-
GND
13670946X

Liesegang, Eduard

Photochemiker, * 26.6.1838 Elberfeld, 6.9.1896 Düsseldorf.

  • Genealogie

    V Eduard (1803–71), Bildhauer (Skulpturen am Rathaus in E.), 1833-66 Dir. d. Schule f. Kunst u. Gewerbe, Zeichenlehrer am Gymnasium u. an d. höheren Webeschule in E., übernahm 1854 e. photogr. Atelier u. gründete damit d. Fabrik f. Projektionsapparate, Kinematographen u. Lichtbilder, S d. Joh. Christian Andreas, Schneidermeister, später Magistratsbeamter in Berlin, u. d. Henriette Friederike Kunze; M Susanna Keßeler ( 1869); 1868 Maria Pollmann (1849–1911) aus berg. Juristenfam.; 5 S, 1 T, u. a. Raphael (s. 2), Paul (s. Gen. 2).

  • Leben

    L. studierte Naturwissenschaften, insbesondere Chemie, in Berlin, Gießen und Jena (Dr. phil. 1859). Bereits 1854 gründete er mit seinem Vater in Elberfeld eine Fabrik für die Herstellung photographischer Apparate und Papiere. Er hatte schon als Jugendlicher bei einem benachbarten Photographen assistiert und eine Anleitung zum Photographieren verfaßt, die zur Grundlage seines großen „Handbuchs der praktischen Photographie“ (1860, 131893) wurde. In der Fabrik stellte man zunächst ein Albumin-Photopapier her, das später durch das von L. in den Handel gebrachte „Aristo-Papier“, ein Silberchlorid-Gelatine-Papier, abgelöst wurde. L. führte den von Simpson erfundenen Chlorsilbercollodion-Prozeß in Deutschland ein. In der photomechanischen Werkstätte seiner Firma wurden auch Projektions- und Vergrößerungsapparate gebaut. Alle Artikel wurden nur auf Bestellung und in Handarbeit hergestellt. Als sich der Kundenkreis infolge der hohen Qualität der L.schen Papiere und Apparate ständig vergrößerte, wurde die Firma 1873 nach Düsseldorf verlegt.

    L. trat auch als Fachschriftsteller und Verleger hervor. 1860 gründete er das „Phofographische Archiv“, 1861 den mit E. Lacan redigierten „Moniteur de la Photographie“. Unter L.s Leitung erschienen ferner die Zeitschriften „Laterna magica“ (1877), „Der Amateur-Photograph“ (1887) sowie zeitweilig auch „L'Archivio Fotografico“.

    • Werke

      Weitere Werke unter anderem, und andere Die Bromsilber-Gelatine, 1862, 81898;  Der photogr. Kohle-Druck u. dessen Anwendung beim Vergrößerungs-Verfahren, 1868, 121902;  Die Projektionskunst, 51876, 101896;  Photogr. Schmelzfarbenbilder auf Email, Porzellan u. Glas, 1882, 31898;  Die modernen Lichtpaus-Verfahren, 21883;  Das Collodion-Verfahren mit Jodu. Chromsalzen, 81884, 101898;  Der Silber-Druck, 1884, 101898;  Der photogr. Apparat, 1891. -  Herausgeber(in): Photogr. Bibl.

    • Literatur

      Photogr. Corr., 1896, S. 502;  Allg. Photographen-Ztg. 1896/97, S. 165 (Porträt)Photogr. Alm., 1897, S. 99;  Wilh. Liesegang, Vorbandsbl. d. Fam. Liesegang, 3. Forts., Die Liesegangs in Düsseldorf, 1912;  Die Gesch. d. Fa. Ed. Liesegang, 1854–1929, 1929 (Porträt);  Zum 80j. Bestehen d. Fa. Ed. Liesegang, Düsseldorf, 1854/1934, 1934 (Porträt)Pogg. III, IV.

  • Autor

    Claus Priesner
  • Empfohlene Zitierweise

    Priesner, Claus, "Liesegang, Eduard" in: Neue Deutsche Biographie 14 (1985), S. 537 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd13670946X.html
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Liesegang, Eduard

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Quelle/Vorlage:

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