<< Lienhard, Friedrich
Liepe, Wolfgang >>
Lienz (Lüenz), Burggraf von
Minnesänger, 13. Jahrhundert.
Genealogie
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| Autor
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Genealogie ↑
Ursprungsort d.
Geschl. war d. Felsenburg Lueg in Krain. Seit d. 2. Hälfte d. 12.
Jh. in Lienz a. d. Drau, im damaligen Kärnten, ansässig, spielten d. Burggrafen
v. Lienz als Ministerialen d. Grafen
v. Görz in d. kärntn.
Landespol. e. bedeutende Rolle.
Leben ↑
Zeitlich können zwei Angehörige des Geschlechts in Frage kommen: Heinrich I. (
† 1256/69), dessen Vater wohl der 1201 urkundlich genannte Konrad I. war, und Konrad II. (
† 1267/69), einer der drei Söhne Heinrichs I.
In der Manessischen Liederhandschrift ist
Der Burggraue von Lünz mit zwei Tageliedern (9 Strophen) vertreten (f. 115
rv). Wenn der in einer Zusatzstrophe zum ersten Lied verkündete Entschluß zur Kreuzfahrt nicht nur fiktiv ist, dürfte die Entscheidung eher zugunsten Heinrichs und damit wohl des Kreuzzugs von 1228/29 fallen. Im „Frauendienst“ Ulrichs
v. Liechtenstein (1255) wird Heinrich mehrfach erwähnt: als Beteiligter am Turnier in Friesach zusammen mit Meinhard
v. Görz, als Teilnehmer an der Venusfahrt und als Ritter der Tafelrunde, wo er den Namen
Parcifâl erhält. Von den beiden Tageliedern, beides Wächterlieder, trägt das zweite konventionellere Züge, während im ersten dem eigentlichen Tagelied-Geschehen durch eine Vorgeschichte ein besonderer episch-balladenhafter Charakter verliehen wird und die Zusatzstrophe Motivik und Vokabular des Tagelieds auf die Situation des Abschieds zur Kreuzfahrt anwendet.
Werke ↑
Ausg. u. Kommentar:
C.
v. Kraus,
Dt. Liederdichter d. 13.
Jh., I: Text, II: Kommentar, besorgt
v. H. Kuhn,
21978, durchgesehen
v. G. Kornrumpf, jeweils
Nr. 36
(L).
Literatur ↑
ADB 19;
Die poet.
Erzz. d. Herrand
v. Wildonie u. d. kleinen innerösterr. Minnesinger,
hrsg. v. K. F. Kummer, 1880, S. 71-73;
P. J. Ammon, Der Burggraf
v. Lienz, 1883;
F. Grimme,
Btrr. z. Gesch. d. Minnesänger, T. 2, in: Germania 32, 1887, S. 424 f.;
K. Trotter, Die Burggrafen
v. Lienz u. zum Lueg, 1954;
J. Bumke, Ministcrialität u. Ritterdichtung, 1976 (Register,
L);
Vf.-Lex. d. MA.
Portraits ↑
v. sog. Grundstockmaler,
Anf. 14.
Jh., in: Gr. Heidelberger Liederhs.,
Abb. in:
Faks.-
Ausgg. d.
Hs., 1925-29 u. 1975-79.
Autor ↑
Manfred Günter ScholzEmpfohlene Zitierweise ↑
Scholz, Manfred Günter, „Lienz, Burggraf von“,
in: Neue Deutsche Biographie
14
(1985), S.
532
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/sfz51318.html
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Lufft, Hans >>
Lüenz, Burggraf von
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Lüenz: Burggraf von
L., Minnesänger. Der Stammsitz des Geschlechtes ist Lüenz in Kärnthen an der Drau. Die Person des Dichters ist, da der Vorname fehlt, nicht sicher zu bestimmen. Am nächsten liegt es an den Burggrafen Heinrich zu denken, welchen Ulrich von Lichtenstein im Frauendienst öfters nennt (nachweisbar von 1224—1258). Seine beiden Lieder (Tagelieder) enthalten nichts, was dieser Annahme widerspräche; in dem einen kündet er eine Pilgerfahrt nach Palästina an.
Literatur ↑
v. d. Hagen M. S. 4, 149. Kummer, Herrant von Wildonie S. 71 ff.
Autor ↑
W. Wilmanns.Empfohlene Zitierweise ↑
Wilmanns, Wilhelm, „ Lüenz, Burggraf von“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
19
(1884), S.
617 unter Lüenz
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/sfz51318.html#adb
Lienz, Burggraf von
Name: Lienz, Burggraf von
Namensvariante: Lüenz, Burggraf von
Namensvariante: Heinrich I. von Lienz
Namensvariante: Konrad II. von Lienz
Lebensdaten: gestorben 13. Jahrhundert
Beruf/Lebensstellung: Minnesänger; Kärntner Adeliger
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Scholz, Manfred GünterAutor ADB:
Wilmanns, Wilhelm