Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

ADB-Artikel

<< Lichtenstein, Paul     Lichtwer, Magnus Gottfried >>

Lichtenstein, Sigmund

 LebenAutorLiteraturZitierweise

Leben  
Lichtenstein: Sigmund L., Kunsthistoriker, geb. am 18. März 1822 zu München, studirte zu Würzburg und Erlangen, Berlin und München, erst Theologie, dann Philosophie und Philologie, promovirte als Doctor der Philosophie mit einer Abhandlung über "Shakespeare und Sophokles. Ein Beitrag zur Philosophie der Geschichte" (München 1850). L. widmete sich der Dichtung und Kunstgeschichte, welche schließlich das von ihm hauptsächlich gepflegte Gebiet wurde. Eine öffentliche Stelle oder ein Amt bekleidete er niemals, doch lehrte er an verschiedenen Privatanstalten Geschichte und Litteratur-Historie, wodurch der bescheidene Mann, welcher keinerlei Ansprüche an das Leben machte, leicht die Mittel erwarb, seine nie zu einem größeren Abschluß gebrachten Lieblingsstudien fortzusetzen. Er war und blieb eben doch bei allem geistigen Reichthum eine mehr receptive als productive, dafür aber tiefgemüthvolle Natur; ein Sucher, Grübler, der das Spintisiren und die philosophische Manier des Schematisirens zeitlebens nimmer vom Hals brachte. Wenn er aber nach langem Bedenken endlich die Feder ansetzte, dann kam nie etwas Unreises oder Unferfertiges auf das Papier. Eine Anzahl kleiner, seinsinniger und formgewandter Aufsätze über künstlerische Fragen und kunstgewerbliche Materien lieferte L. in die Augsb. Allgemeine Ztg., in die frühere Neue Münchener Ztg. oder in Lützow's Zeitschrift für bildende Kunst etc. Mit dem J. 1869 übernahm er die Redaction der "Zeitschrift des Kunstgewerbe-Vereins" in München und förderte das Unternehmen durch Fleiß und gewissenhafte Leitung; er wußte allen Mitarbeitern Interesse einzustoßen, alle Reibungen und Eifersüchteleien zu verhindern, den Reichthum des Ganzen durch Beiziehung neuer Kräfte fortwährend zu vermehren. L. vollendete seine stille Laufbahn am 20. Juli 1881.

Literatur  
Vgl. Nekr. im 7. Heft der Zeitschrift des Kunstgewerbe-Vereins 1881. S. 55 und Beilage 245 Allgemeine Zeitung v. 2. Septbr. 1881.

Autor  
Hyac. Holland.
Empfohlene Zitierweise  

Holland, Hyacinth, „Lichtenstein, Sigmund“, in: Allgemeine Deutsche Biographie 18 (1883), S. 558 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd11698614X.html?anchor=adb

Quelle/Vorlage: 
ADB 18 (1883), S. 558

PND: 11698614X
Artikel drucken

Index

Lichtenstein, Sigmund

Name: Lichtenstein, Sigmund
Lebensdaten: 1822 bis 1881
Beruf/Lebensstellung: Kunsthistoriker
Konfession: keine Angabe
Autor ADB: Holland, Hyacinth
PND: 11698614X

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Lichtenstein, Sigmund

PND
11698614X

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)

Nachlässe
Kalliope