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NDB-Artikel

<< Böhmer, Justus Henning     Boehmer, Heinrich >>

Böhmer, Philipp Adolph

Anatom, * 25.8.1717 Halle, 1.11.1789 Halle. (lutherisch)


GenealogieLebenLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Justus Henning s. (3); 1) Joh. Dorothea, T des Johann Christoph Naumann, Pfänner in Halle, 2) Marie Sophie von Brandenstein, geschiedene Gräfin von Wartensleben.

Leben  
Böhmer studierte seit 1732 in Halle Medizin, besonders bei Friedrich Hoffmann und Johann Heinrich Schulze. 1738 zum Doktor der Arzneigelehrsamkeit promoviert, ging er für kurze Zeit nach Paris zu Grégoire dem Jüngeren, um dann|Stadtphysicus zu Eisleben und Sachsen-Weimarischer Leibarzt zu werden. Schon 1741 wurde er an Stelle von Johann Friedrich Cassebohm nach Halle auf den anatomischen Lehrstuhl berufen. Bei seinem Tode war er Rektor der Medizinischen Akademie. Seiner deutschen Übersetzung von R. Manninghams „Artis obstetriciae Compendium" (Halle 1746) fügte er eine eigene kleine Abhandlung „De usu et praestantia forcipis anglicanae“ an, in welcher er die gefensterte Zange Grégoires erstmals beschreibt und abbildet. Von Böhmer stammt die Benennung „Zange“.

Literatur  
ADB III; BLÄ; F. Börner, Nachrr. v. d. vornehmsten Lebensumständen u. Schrr. jetzt lebender berühmter Ärzte u. Naturforscher, Bd. 2, 1752, S. 385-91.

Autor  
Robert Herrlinger
Empfohlene Zitierweise  

Herrlinger, Robert, „Böhmer, Philipp Adolph“, in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 392 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116221534.html

ADB-Artikel

<< Böhmer, Just Henning     Bohn, Johannes >>

Böhmer, Philipp Adolf

 LebenAutorZitierweise

Leben  
Böhmer: Philipp Adolf B., Arzt, Sohn von Justus Henn. B. (s. o.), 1711 in Halle geboren, studirte daselbst Medicin und erlangte 1738 den Doctorgrad; nach einem längeren Aufenthalte in Straßburg wurde er bei seiner Rückkehr zum Physicus in Eisleben, 1741 nach Cassebohm's Abgang nach Berlin zum Professor der Anatomie nach Halle berufen, erlangte daselbst 1769 die erste Professur, wurde 1787 zum Leibarzte des Königs von Preußen ernannt und starb den 31. Oct. 1789. Mit bedeutender und umfassender Gelehrsamkeit ausgestattet, vermochte B. sich auf den verschiedensten Gebieten der Heilkunde praktisch und wissenschaftlich mit Erfolg zu bewegen; unter den zahlreichen von ihm hinterlassenen Schriften (vgl. das vollständige Verzeichniß derselben in Biogr. méd. II. 319) nehmen die anatomischen (so vorzugsweise seine "Institutiones osteologicae", 1751. 8. und "Observat. anatom. Fascicul. I. II.", 1752. 1756 fol.) und gynäkologisch-geburtshülflichen die erste Stelle ein; besonders beachtenswerth unter den letztgenannten ist die von B. besorgte Ausgabe des geburtshülflichen Compendiums von Manningham (1746. 4.), welchem B. eine Abhandlung "De usu et praestantia forcipis anglicanae in partu difficili" folgen lässt — die erste Mittheilung in Deutschland über den Gebrauch der Gregoire'schen Geburtszange, deren Anwendung B. während seines Aufenthaltes in Paris von G. selbst gelernt und die er zuerst nach Deutschland mitgebracht hatte.

Autor  
A. Hirsch.
Empfohlene Zitierweise  

Hirsch, August, „Böhmer, Philipp Adolf“, in: Allgemeine Deutsche Biographie 3 (1876), S. 81 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116221534.html?anchor=adb

Quelle/Vorlage: 
NDB 2 (1955), S.  392 f.
ADB 3 (1876), S. 81
Erwähnungen: 
NDB 2 (1955), S. 392*

PND: 116221534
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Index

Böhmer, Philipp Adolf

Name: Böhmer, Philipp Adolf
Lebensdaten: 1717 bis 1789
Geburtsort: Halle
Sterbeort: Halle
Beruf/Lebensstellung: Anatom
Konfession: lutherisch
Autor NDB: Herrlinger, Robert
Autor ADB: Hirsch, August
PND: 116221534

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Böhmer, Philipp Adolf

PND
116221534

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