<< Lefler, Heinrich
Le Fort, von >>
Lefmann, Salomon
Indologe,
* 25.12.1831 Telgte (Westfalen),
† 14.1.1912 Heidelberg. (israelitisch)
Genealogie
| Leben
| Auszeichnungen
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V P … (
† 1874), Händler u. Ackersmann in
T.;
M N. N.;
⚭ 1) 1874 Zilli (1843–99),
T d. Agenten Wolf Blach in
H., 2) 1907 Cilly (
* 1880),
T d.
Kaufm. Jakob Lefmann in
T.; 2
S aus 1), 1
T aus 2).
Leben ↑
L. bereitete sich als Autodidakt auf das Abitur am Gymnasium in Paderborn vor. Er studierte am Lehrerseminar in Münster und wirkte als Religionslehrer an
jüd. Gemeindeschulen in Westfalen. Nach dem Studium an
|den Universitäten Münster, Heidelberg, Berlin und Paris wurde er 1866 Privatdozent für Sanskrit in Heidelberg (1870
ao. Professor, 1901 Honorarprofessor). In Heidelberg leitete er auch einen
jüd. Wohlfahrtsverein.
L. edierte einen der wichtigsten Texte der buddhistischen Sanskritliteratur, die Buddha-Biographie „Lalita Vistara“ (1902, 1908), deren erste 5 Kapitel er 1874 ins Deutsche übersetzt hatte. Erstmals im Rahmen einer deutschen Weltgeschichte behandelte
L. die indische Geschichte als selbständigen Band: „Geschichte des alten Indiens“ (1890). Wissenschaftsgeschichtlich bedeutend sind seine Arbeiten über den Sprachwissenschaftler August Schleicher (1870) und den Indologen Franz Bopp (1891/97).
|Auszeichnungen ↑
Korr. Mitgl. d.
k. k. böhm. Ges. d.
Wiss. Prag.
Werke ↑
Weitere W
De Aristotele in Hominum educatione principiis, 1864;
Zur
Gesch. d.
Sprachwiss. d. neueren Zeit, in:
Zs. f.
Völkerpsychol. u.
Sprachwiss. 7, 1871;
Zum Gâthâdialect, in:
Zs. d. Dt. Morgenländ. Ges. 29, 1876.
Literatur ↑
Der Israelit, 4.1.1912;
W. Rau, Bilder hundert
dt. Indologen, 1965, S. 29
(P);
Wi. 1911;
Enc. Jud., 1932;
V. Stache-Rosen, German Indologists, 1981, S. 77.
Autor ↑
Friedrich WilhelmEmpfohlene Zitierweise ↑
Wilhelm, Friedrich, „Lefmann, Salomon“,
in: Neue Deutsche Biographie
14
(1985), S.
56 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116856335.html