<< Böcking, Adolf
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Böcking, Eduard Sigismund
Fabrikant,
* 24.5.1842 Abentheuerhütte bei Birkenfeld,
† 22.1.1916 Köln-Mülheim. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Quellen
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Gustav Adolf (1812–93), Hütten- und Gutsbesitzer, Leiter der Gesamtfirma Gebrüder Böcking (Asbacher-, Gräfenbacher- und Abentheuerhütte),
S des Heinrich s. (4);
M Wilhelmine (1819–89),
T des Johann Sigismund Mayr, Kaufmann in Memmingen;
⚭ Krefeld 1868 Elise (1843–1926),
T des Heinrich Scheibler (1813–78), Seidenwarenfabrikant in Krefeld, und der Mathilde Andreae (1820–94); 4
K,
u. a. Gustav Heinrich (1871–1920,
⚭ 1904 Irma Pauline Osterrieth, aus dem Frankfurter und Kölner Großhandelshause), 1913 Nachfolger des Vaters, verlegte infolge des Anschlusses an Felten & Guillaume Carlswerk
AG in Köln-Mülheim den Schwerpunkt des Arbeitsprogramms neben die Stiftfabrikation (Nägel)
|auf die Walzen von Draht für Kabel, organisatorisch machte er sich verdient durch die Mitbegründung des
Industriellenver. für das Rheinland.
Leben ↑
Böcking studierte in Freiberg und Berlin. Dazwischen arbeitete er praktisch,
u. a. bei John Cockerill in Seraing
b. Lüttich. 1876 gründete er in Köln-Mülheim das Walzwerk Eduard Böcking &
Co., wo er wichtige technische Neuerungen geschaffen hat, so 1879 ein Drahtwalzwerk für Stahldraht, in dem die Vor- und Fertigstraße durch Hanfseile statt wie bisher durch Zahnräder angetrieben wurde, und 1896 das erste kontinuierliche Drahtwalzwerk für Handelsdraht in Deutschland, bei dem die Erzeugung gesteigert und die Gestehungskosten zugleich stark gesenkt werden konnten. Für die deutsche Walzdrahtindustrie hatte er 1882 durch eine längere Geschäftsreise nach Amerika die Überseeausfuhr eröffnet. - Seit 1886 im Aufsichtsrat der Dillinger Hütte, geht bei den Saarwerken auf ihn die Verwertung der von Heinrich Albert für die Landwirtschaft nutzbar gemachten gemahlenen Thomasschlacke zurück. Er veranlaßte 1896 bei der Dillinger Hütte die Errichtung einer Schlackenmühle, und der von ihm entworfene, durchdachte Lohnmahlvertrag ist für alle derartigen Verträge maßgeblich geblieben.
Werke ↑
Die
Fam. Stumm als Eisenhüttenbesitzer auf d. Hunsrück im 18.
Jh., 1902; Notizen
üb. Besitz u. d. wirtschaftl. Verhältnisse d. Abentheuerhütte, 1909; Geschlechtsreg. d.
Fam. B., 1894,1907 u. 1908.
Literatur ↑
Stahl u. Eisen, 1916,
Nr. 9
(P);
H. van Ham,
Btrr. z. Gesch. d.
AG d. Dillinger Hüttenwerke 1685-1935, 1936, S. 187.
Quellen ↑
Qu.: Staatsarchiv Koblenz,
Abt. 442
Nr. 4746, Acta spec., die Anlage
v. Thomasstahlwerken u. Thomasschlackenmahlwerken in Dillingen
betr., 1898-1901; Archiv d.
Fa. Felten & Guillaume Carlswerk
AG Köln-Mülheim.
Portraits ↑
Pastellbild (Kniestück)
v. F. Reusing, Düsseldorf (bei Frau Pauline Nöll, Priorshof
b. Wickrath a. d. Niers, Rhld.);
Ölgem. aus jüngeren Jahren
v. Sintel (bei
Dipl.-Ing. Wolfg. B., Stuttgart).
Autor ↑
Hermann van Ham Empfohlene Zitierweise ↑
Ham, Hermann van, „Böcking, Eduard Sigismund“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
368 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd137199309.html
Böcking, Eduard
Name: Böcking, Eduard
Namensvariante: Böcking, Eduard Sigismund
Lebensdaten: 1842 bis 1916
Geburtsort: Abentheuerhütte bei Birkenfeld
Sterbeort: Köln-Mülheim
Beruf/Lebensstellung: Fabrikant; Eisenhüttenmann
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Ham, Hermann vanPND: 137199309