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NDB-Artikel

<< Bodenstein.     Bodenstein, Andreas Rudolf, genannt Karlstadt >>

Bodenstein, Adam von

Arzt, * 1528 Kemberg bei Wittenberg, 1577 Basel (an der Pest).


GenealogieLebenLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Andreas s. (2); 1) 1549 Esther, T des Patriziers Hans Wyss, Schaffner zu St. Peter in Basel, und der Marie zu Rhein, 2) 13.8.1565 Maria Jakoba (1524–1618), T des Amtmanns Georg Schenk zu Schweinsberg in Neukirchen; 15 K.

Leben  
Bodenstein wurde in Basel zum Magister (1548) und Dr. med. promoviert, aber 1564 wegen häretischer und anstößiger Bücher von der Fakultät und dem Collegium der Ärzte ausgeschlossen. Er war einer der entschiedensten Anhänger des Paracelsus und trug dessen Lehren als erster in Basel vor. Er übersetzte mehrere Schriften Hohenheims ins Lateinische bzw. Deutsche und gab zur Erläuterung der paracelsischen Werke 1574 ein Onomasticon in Basel heraus. Von Bodensteins selbständigen Arbeiten ist das „Consilium philosophicum" (1576), das einen von ihm erfundenen Theriak gegen die Pest beschreibt, und „De veritate alchemiae“ zu erwähnen. Er war ein überzeugter Anhänger der spagirischen Kunst, wie namentlich aus der „Epistola ad Fuggeros pro asserenda alchemia“ hervorgeht. Eine Sammlung seiner kleineren Schriften erschien 1581 in Basel.

Literatur  
ADB III; K. Sudhoff, Bibliogr. Paracelsica, 1894; ders., in: Zbl. f. Bibl.wesen 10, 1893, S. 317 bis 320 (Bibliogr.); BLÄ I, 1929; Schottenloher.

Autor  
Gerhard Eis
Empfohlene Zitierweise  

Eis, Gerhard, „Bodenstein, Adam von“, in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 356 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd128619147.html

ADB-Artikel

<< Bodenschatz, Johann Christoph Georg     Bodenstein, Andreas Rudolf >>

Bodenstein, Adam von

 LebenAutorZitierweise

Leben  
Bodenstein: Adam v. B., Sohn des Reformators, Arzt, 1528 in Karlstadt geboren, einer der eifrigsten und bekanntesten Paracelsisten, hat einige Werke seines Meisters theils in deutscher Sprache, theils in lateinischer Uebersetzung und zur Erläuterung der Paracelsistischen Schriften ein Wörterbuch ("Onomasticon". Basil. 1574) herausgegeben, auch mehrere eigene kleinere Schriften spagirischen Inhaltes (gesammelt Basil. 1581 fol.) veröffentlicht; er starb im Februar 1577 in Basel an der Pest. Auf dem von ihm selbst verfaßten "Epitaphium" heißt es (nach Adami, Vitae Germanor. medicor., Heidelb. 1720 p. 232): "Theophrasti Paracelsi ut primus sic fidus scitusque et opere et ore interpres, palmam victoriae suae regi Triumphanti oblaturus, mortalitatis exuvias nec metuens,|nec optans, solo hoc caeloque libero homo liber fide deposuit bona. quas spe bona olim (alius?) repetat."

Autor  
Aug. Hirsch.
Empfohlene Zitierweise  

Hirsch, August, „Bodenstein, Adam von“, in: Allgemeine Deutsche Biographie 3 (1876), S. 7-8 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd128619147.html?anchor=adb

Quelle/Vorlage: 
NDB 2 (1955), S. 356
ADB 3 (1876), S. 7-8
Erwähnungen: 
NDB 2 (1955), S.  356*

PND: 128619147
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Index

Bodenstein, Adam von

Name: Bodenstein, Adam von
Lebensdaten: 1528 bis 1577
Geburtsort: Kemberg bei Wittenberg
Sterbeort: Basel (an der Pest)
Beruf/Lebensstellung: Arzt; Anhänger des Paracelsus; Verfasser häretischer Schriften
Konfession: evangelisch?
Autor NDB: Eis, Gerhard
Autor ADB: Hirsch, August
PND: 128619147

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Bodenstein, Adam von

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128619147

Normdaten
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