<< Lauterburg, Martin
Lauth, Franz Joseph >>
Lauterburg, Robert
Ingenieur,
* 14.6.1816 Trubschachen,
† 24.8.1893 Bern.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Joh. Gottlieb Samuel (1788–1855), Pfarrer in Walperswil, dann in Oberwil
b. Büren,
S d. Notars Jakob Gottlieb (1748–1821) u. d.
Joh. Katharina Schrämli;
M Elisabeth Rosina (1788–1843),
T d. Gabriel Rudolf Friedrich
v. Sinner (1764–1811), Landvogt zu Aarberg, u. d. Maria Rosina Wyttenbach;
Verwandte Ludwig (1817–64), Historiker, Publizist u. Politiker (s.
ADB 18), Martin (s. 1); -
⚭ 1849 Caroline (1826–1910),
T d. Hans Locher (1797–1873),
Prof. d. Med. in Zürich (s.
BLÄ), u. d.
N. N. Balber; 3
S, 1
T ,
u. a. Eduard Friedrich (1866–1917), Pfarrer, Schriftsteller.
Leben ↑
Aus stadtbernischer Burgerfamilie stammend, ergriff
L. entgegen einer alten juristischen und theologischen Familientradition die technische Laufbahn. Er durchlief in Bern die Realschule, der er später als langjähriges Mitglied der Direktion vorstand. Danach studierte er am damals von Schweizern häufig besuchten Polytechnikum in Karlsruhe die Ingenieur-Wissenschaften. Seine praktische Karriere begann er als Mitarbeiter des Bezirksingenieurs in Thun, dessen Nachfolger er dann wurde. Anschließend eröffnete er in Bern ein technisches Büro, welchem er bis zu seinem Tode vorstand. Während einiger Zeit führte er sein Unternehmen in Verbindung mit dem Ingenieur und Brückenbauer Friedrich Thormann (1831–82). Als Erbauer der Straße von Biel nach Reuchenette mit der Hochbrücke über die Taubenlochschlucht (1857) schuf sich
L. bereits zu Lebzeiten ein eindrucksvolles Denkmal. Die Wasserversorgung von Interlaken sowie verschiedene Kanalbauten und Wildbachverbauungen gehören zu seinen weiteren Werken.
L. war ein Pionier des Wasserbaues und der Wasserverwertung, der er zahlreiche wichtige Veröffentlichungen widmete. Seine Berechnungen über die Verwendung der Wasserabflußmengen der Schweiz fanden allgemeine Beachtung. Arbeiten über die Kartographie und über die noch in den Kinderschuhen steckenden Rechnungsmaschinen sowie ein vielbeachtetes Referat auf dem 2. Internationalen Kongreß für Sonntagsruhe in Genf (1880) bildeten weitere markante Stationen seiner vielseitigen Tätigkeit.
Werke ↑
u. a. Die neue Quellwasserversorgung d. Stadt Bern, Uebersicht d. Wasserversorgungs-Angelegenheiten u. daherigen Einrichtungen, 1865;
Die Sonntags-Arbeit in d. großen Industrien u. d. beste Arbeiterzahltag, 1880;
Anleitung
z. Berechnung d. (
mitteleurop.) Quellen- u. Stromabflußmengen aus d. Regenmenge, Größe u. Beschaffenheit d. Quellen- u. Flußgebiete, in: Förster,
Allg. Bauztg. 52, 1887;
Die
schweizer. Wasserkräfte, Motivierte Anregung
z. Aufnahme u. Registrierung d.
schweizer. Wasserkräfte, 1888;
Die Wasserkräfte d. Schweiz im Dienste d. Industrie u. d. Volkswohlfahrt, 1889;
Die
schweizer. Wasserkräfte, eingeteilt in größere u. kleinere Stromsektionen, 1891.
Literatur ↑
Vjschr. d. Naturforsch.
Ges. in Zürich 39, 1894, S. 376 f.;
W. Lauterburg,
Fam.gesch. Lauterburg,
Ratsgeschl. d. Freistaaten Basel u. Mülhausen, 1933;
HBLS.
Portraits ↑
im Archiv d.
Burgerbibl. Bern.
Autor ↑
Peter MartigEmpfohlene Zitierweise ↑
Martig, Peter, „Lauterburg, Robert“,
in: Neue Deutsche Biographie
13
(1982), S.
741
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd141657367.html