<< Laspeyres, Étienne
Lassalle, Ferdinand >>
Laspeyres, Hugo
Mineraloge,
* 3.7.1836 Halle/Saale,
† 22.7.1913 Bonn.
Genealogie
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| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Adolph (s. 1);
B Étienne (s. 2); -
⚭ 1868 Ottilie,
T d. Rechnungsrats Julius Petsch in Darmstadt; 2
S.
Leben ↑
Nach dem Studium der Bergbaukunde, Geologie und Mineralogie in Bonn, Berlin und Heidelberg legte
L. 1864 die Bergreferendarprüfung ab und wurde in Heidelberg zum
Dr. phil. promoviert. Im selben Jahr trat er als Hilfsarbeiter in die Geologische Landesanstalt Berlin ein. 1867 habilitierte er sich in Berlin an der Universität und der Bergakademie und lehrte an der Bergakademie als Privatdozent Petrographie bis zu seiner Berufung 1870 an die im selben Jahr gegründete
TH Aachen, wo er der erste Ordinarius für Mineralogie und Hüttenkunde war. In seiner Aachener Zeit war er besonders um den Aufbau der Lehrmittelsammlung für den geologischen und mineralogischen Unterricht bemüht, wobei er es verstand, die staatliche Wissenschaftsförderung für dieses Forschungsgebiet zu aktivieren. 1884 folgte
L. einem Ruf nach Kiel, wo er als Direktor das Mineralogisch-Geologische Institut und Museum übernahm. In gleicher Eigenschaft wechselte er 1886 an die
Univ. Bonn über, wo er nebenamtlich auch an der Landwirtschaftlichen Akademie Bonn-Poppelsdorf lehrte. 1893 wurde er zum
Geh. Bergrat ernannt, 1906 trat er in den Ruhestand. – Die Schwerpunkte von
L.s kristallographischen, mineralogischen und petrographischen Untersuchungen haben sich vor allem in Beiträgen in der „Zeitschrift für Kristallographie“ und in den „Verhandlungen des Naturhistorischen Vereins der
preuß. Rheinlande und Westfalens“ niedergeschlagen. Zu seinen Hauptarbeitsgebieten gehörten die Eruptivgesteine zwischen Saar und Rhein sowie der Bau der Vogesen und des Schwarzwaldes. Seine wichtigsten kartographischen Arbeiten waren die zusammen mit E. Weiß herausgegebene Karte des Saarbrücker Steinkohlengebirges (1868) und eine geologische Karte über das Siebengebirge.
Werke ↑
u. a.
Geognost. Übersichtskarte d. kohlenführenden Saar-Rheingebietes, 1868 (mit E. Weiß);
Heinrich
v. Dechen, Ein
Lb., 1889;
Geognost. Karte d. Siebengebirges, 1900;
Das Siebengebirge am Rhein, 1901.
Literatur ↑
W. Serlo, Bergmannsfamilien in Rheinland u. Westfalen, 1936, S. 72 f.;
ders., Männer d. Bergbaus, 1957;
Von d.
Bergak. z. Techn. Univ. Berlin 1770-1970, 1970, S. 21, 48;
Rhein.-Westfäl.
TH Aachen 1870/1970,
hrsg. v. H. M. Klinkenberg, I, 1970, S. 247;
Pogg. IV
(W-Verz.);
DJ 18 (
Tl.).
Autor ↑
Evelyn KrokerEmpfohlene Zitierweise ↑
Kroker, Evelyn, „Laspeyres, Hugo“,
in: Neue Deutsche Biographie
13
(1982), S.
661
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116002077.html
Laspeyres, Hugo
Name: Laspeyres, Hugo
Lebensdaten: 1836 bis 1913
Geburtsort: Halle/Saale
Sterbeort: Bonn
Beruf/Lebensstellung: Professor der Mineralogie und Geologie in Bonn
Konfession: reformierte Familie
Autor NDB:
Kroker, EvelynPND: 116002077