<< Blaspiel.
Blaspiel,Werner Wilhelm, Reichsfreiherr >>
Blaspiel, Lucas
klevischer Landrentmeister und Amtskammerrat,
* 1585,
† 13.12.1668 Kleve. (reformiert)
Genealogie
| Leben
| Quellen
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Heinrich;
M Anna von Hammerstein;
⚭ 1611
Marg. (
† 1664),
Schw des klevischen Geheimen Regierungsrats Wilhelm Bachmann; 2
S,
u. a. Werner Wilhelm s. (2).
Leben ↑
Graf Adam von Schwarzenberg, der Günstling Kurfürst Georg Wilhelms von Brandenburg, ernannte 1627 als klevischer Statthalter seinen persönlichen Finanzberater Blaspiel zum Landrentmeister von Kleve-Mark. Als solcher beherrschte Blaspiel durch kluge Finanz- und Personalpolitik, selbstherrlich und sich nur seinem früheren Dienstherrn verantwortlich fühlend, unter Übergehung des ständischen Kontrollrechts die Finanzen des Herzogtums, bis er beim Tode Schwarzenbergs verhaftet und zu Huissen gefangengesetzt wurde. Er entkam nach Königsberg und rechtfertigte sich beim jungen Kurfürsten Friedrich Wilhelm, der ihn als besten Kenner der Finanzverhältnisse seiner höchstentwickelten Provinz an sich zog, 1647 zum klevischen Amtskammerrat ernannte und sich seiner im Kampf mit den klevischen Ständen bediente.
Quellen ↑
Qu.: A. Wüsthaus, Historia Clivo-Markana (
Hs. 17.
Jh. im Staatsarchiv Düsseldorf).
Autor ↑
Helmut DahmEmpfohlene Zitierweise ↑
Dahm, Helmut, „Blaspiel, Lucas“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
291
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135549345.html
<< Blasius, Johann Heinrich
Blaspeil, auch Blaspiel, Werner Wilhelm >>
Blaspeil, Lucas
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Blaspeil: Lucas B., seit 1627 cleve-märkischer Landrentmeister und früher Kämmerling des clevischen Statthalters Grafen Adam von Schwarzenberg, gerieth als Verwalter der Generalkasse und Vorstand der Rechenkammer, indem er über vorfallende Mißgriffe und Mißbräuche an Schwarzenberg zu berichten pflegte, in ein heftiges Zerwürfniß mit der größern Mehrzahl der Räthe der Amtskammer und mit den Landständen, wurde durch seine Gegner wegen verweigerter Rechnungslage im Februar 1639 verhaftet, auf Schwarzenberg's Befehl zwar gleich darauf wieder freigelassen, jedoch nach des letzteren Ableben im April 1641 von neuem gesänglich eingezogen und auf das Schloß zu Huissen transportirt. Von hier entfloh er nach Königsberg, wo er das Vertrauen sowol des Kurfürsten als des einftußreichen Oberkammerherrn Konrad von Burgsdorf gewann, so daß er 1647 sogar zum Rath bei der clevischen Amtskammer ernannt ward. Er war ein Mann von nicht zu unterschätzendem Einftuß, der nach dem Ausdrucke des clevischen Regierungsraths und Archivars Adolf Wüsthaus denjenigen, welcher ihm freundlich begegnete, sicher zu obligiren und Freundschaft zu bezeigen wußte, der ihm aber zu nahe trat, mit demselben Maße maß.
Literatur ↑
A. von Hoeften, Stud. Verhandlungen von Cleve-Mark, Bd. V der Urkunden und Actenstücke zur Geschichte des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg, S. 86 ff.
Autor ↑
Harleß.Empfohlene Zitierweise ↑
Harleß, „Blaspeil, Lucas“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
2
(1875), S.
696 unter Blaspeil
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135549345.html?anchor=adb
Blaspiel, Lucas
Name: Blaspiel, Lucas
Namensvariante: Blaspeil, Lucas
Lebensdaten: 1585 bis nach 1668
Sterbeort: Kleve
Beruf/Lebensstellung: klevischer Landrentmeister; Amtskammerrat
Konfession: reformiert
Autor NDB:
Dahm, HelmutAutor ADB:
HarleßPND: 135549345
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Blaspiel, Lucas
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