<< Blankenhorn, Adolf Friedrich
Blarer. >>
Blannbekin, Agnes
Mystikerin,
† 1297 oder 1315 Wien (?).
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Blannbekin wuchs als Bauerntochter auf, war schon als Kind asketischen Übungen geneigt und wurde in Wien Begine oder Franziskaner-Tertiarin. In den Jahren 1290-94 hatte sie Offenbarungen, die ihr Beichtvater, ein ungenannter Franziskaner aus dem Heilig Kreuz-Konvent, lateinisch aufzeichnete. Christus als Schmerzensmann steht im Mittelpunkt ihrer Visionen, und der Kult seiner Wunden erfährt gesteigerte Ausbildung. Christi ganzes Leben zieht in Bildern an ihr vorüber bis zum Jüngsten Gericht, auch die Heilige Jungfrau zeigt sich ihr. Mannigfache allegorische Auslegung von mystischen Bildern und Legenden ist eingemischt. Unter den Heiligen steht ihr Franziskus am höchsten. Ohne überschwengliche Ekstase, in einfacher, herzlicher Ausdrucksweise berichtet Agnes von ihrer Schau, mit oft kühnen Bildern und Gesichten, eine Parallelgestalt zu Mechthild von Magdeburg.
Werke ↑
Agnetis Blanbekin vita et revelationes auctore anonymo…,
hrsg. v. B. Pez, Wien 1731.
Literatur ↑
ADB II
(unter Blanbeckin);
O. Panizza, A.
B., eine
österr. Schwärmerin aus d. 13.
Jh., nach d.
Qu., Zürich 1898;
W. Stammler, in:
Vf.-Lex. d. MA I,
Sp. 242 f.
Autor ↑
Wolfgang StammlerEmpfohlene Zitierweise ↑
Stammler, Wolfgang, „Blannbekin, Agnes“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
287
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd119162482.html
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Blanc, Ludwig Gottfried >>
Blanbeckin, Agnes
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Blanbeckin: Agnes B., war eine Prophetin des 13. Jahrhunderts, welche wol im April 1315 (nicht 1297) gestorben ist. Sie war die Tochter eines Landmanns, lebte in traurigsten Verhältnissen, schloß sich den Beginen an und lebte in Wien, wo sie auch starb. In ihren Visionen finden sich Beziehungen auf die Jahre 1290—94, doch auch mancherlei sehr Wunderliches, so z. B. Cap. 38, wo vom praeputium Christi gesprochen wird, was freilich die heilige Brigitta in ihren Revelationen VI. Cap. 112 auch that. Dieser Stelle wegen wurden ihre Revelationen auf den Index libr. probibitor. gesetzt, auch richtete Pontius eine Schrift gegen den Herausgeber der
B., Pez, welcher überhaupt dieser Herausgabe halber mit Garelli und Andern in litterarische Zwistigkeiten verwickelt wurde.
Literatur ↑
Agnetis Blanbekin vita et revelationes auctore anonymo ... ed. Bernard Pez, Vien. 1731. 8.
Autor ↑
Merzdorf.Empfohlene Zitierweise ↑
Merzdorf, „Blanbeckin, Agnes“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
2
(1875), S.
688 unter Blanbeckin
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd119162482.html?anchor=adb
Blannbekin, Agnes
Name: Blannbekin, Agnes
Namensvariante: Blanbeckin, Agnes
Namensvariante: Blanbekin, Agnetis
Lebensdaten: erwähnt 1290, gestorben 1297 oder 1315
Sterbeort: Wien (?)
Beruf/Lebensstellung: Mystikerin; Begine
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Stammler, WolfgangAutor ADB:
MerzdorfPND: 119162482
Informationsangebote zu
Blannbekin, Agnes
PND
119162482
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