<< Kromayer, Ernst
Krombholz, Anton >>
Kromayer, Johannes
Althistoriker,
* 31.7.1859 Stralsund,
† 23.9.1934 Berlin.
Genealogie
| Leben
| Auszeichnungen
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
B Ernst (s. 2); -
⚭ 1890 Henriette,
T d.
Kaufm. Topuz in Smyrna;
K.
Leben ↑
K. studierte Klassische Philologie und Alte Geschichte in Jena und Straßburg und wurde 1888 in Straßburg mit der Arbeit über „Die rechtliche Begründung des Prinzipats“ promoviert. Er war zunächst Oberlehrer in Thann, Metz und Straßburg, wo er sich 1898 habilitierte. 1902 wurde er
ao. und 1903
o. Professor in Czernowitz, 1913 in Leipzig. Nach seiner Emeritierung 1927 lebte er in Berlin. – Bekannt geworden ist
K. durch seine Untersuchungen zur antiken Kriegsgeschichte. Er führte diese auf den Schlachtfeldern gemeinsam mit seinem Freund Georg Veith (1875–1925, s.
L) durch. Die schriftliche Überlieferung wurde durch die örtlichen Befunde erklärt und kommentiert. Er wurde deswegen von Delbrück heftig angegriffen, aber seine Methode hat sich in der Altertumswissenschaft durchgesetzt.
|Auszeichnungen ↑
Mitgl. d.
Sächs. Ak. d. Wiss.Werke ↑
(alle mit
G. Veith), Die antiken Schlachtfelder, 4
Bde., 1903-31;
Schlachtenatlas
z. Antiken
Kriegsgesch., 1922-29;
Heerwesen u. Kriegsführung d. Griechen u. Römer, 1928,
Nachdr. 1968.
Literatur ↑
O. Th. Schulz, in:
Bursian-Jberr. 254, 1936, S. 49-79
(W);
H. Berve, in:
Berr. d.
Sächs. Ak. d. Wiss. 87, 1935;
R. Günther, in: Bedeutende Gelehrte in Leipzig I, 1965
(P);
H. Volkmann, in:
Pommer. Lb. IV, 1966
(L). -
Zu G. Veith: E.
v. Nischer, in:
Bursian-Jberr. 210, 1926
(W).
Autor ↑
Hans Jürgen RieckenbergEmpfohlene Zitierweise ↑
Rieckenberg, Hans Jürgen, „Kromayer, Johannes“,
in: Neue Deutsche Biographie
13
(1982), S.
75
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116553103.html