Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

NDB-Artikel

<< Dehmel, Richard Fedor Leopold     Dehn, Siegfried Wilhelm >>

Dehn, Max Wilhelm

Mathematiker, * 13.11.1878 Hamburg, 27.6.1952 Black Mountain (North Carolina, USA). (israelitisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Maximilian Moses (1841–97), Arzt, S des Kaufm. Bernh. Adolf (Abraham, 1808-63) aus Burgsteinfurt, u. der Hanna Melchior (1821–43) aus Kopenhagen; M Bertha (1845–1926), T des Harry Raf (1812–1892) u. der Henriette Hitzel Goldschmidt (1821–1906) in Hamburg.

Leben  
Dehn empfing seine Ausbildung im damaligen Brennpunkt mathematischer Forschung Göttingen unter Dav. Hubert, Felix Klein und Hrm. Minkowski. Bald nach seiner Promotion (1900) bei Hubert fand seine Lösung einer von Hilbert gerade in den Vordergrund des wissenschaftlichen Interesses gerückten, von C. Fr. Gauß stammenden Frage nach der Zerlegungsgleichheit inhaltsgleicher Polyeder weite Beachtung. Dehn habilitierte sich 1901 in Münster mit dieser glänzenden Leistung, wurde 1911 in Kiel Extraordinarius, 1913 an der Technischen Hochschule Breslau, 1921 an der Universität Frankfurt Ordinarius. Durch die nationalsozialistische Regierung 1935 seines Lehrstuhls beraubt, mußte er zunächst durch verschiedene Staaten in Europa, dann in USA als Emigrant viele Jahre lang ein unstetes Wanderleben führen, das schließlich am Black Mountain College, North Carolina, endete. Zu einer vollen Auswirkung seiner reichen Persönlichkeit konnte es so nicht kommen. Dehns Arbeitsgebiete waren neben den Grundlagen der Geometrie hauptsächlich die Gruppentheorie und die Topologie, der er in dem gemeinsam mit Heegard verfaßten Artikel über Analysis situs in der Enzyklopädie der mathematischen Wissenschaften eine neue, weitgehend rein kombinatorische Grundlage gegeben und dadurch zu einer systematischen Bearbeitung verholfen hat.

Werke  
Die Legendreschen Sätze üb. d. Winkelsumme im Dreieck, Diss. Göttingen 1900; M. Pasch u. M. D., Vorlesungen üb. neuere Geometrie, 1926; Üb. d. geistige Eigenart d. Mathematikers, 1928; A. Schoenflies u. M. D., Einführung in d. analyt. Geometrie d. Ebene u. d. Raumes, 1931; Viele Abhh. in Fachzss.

Literatur  
W. Magnus u. R. Moufang, M. D. z. Gedächtnis, in: Math. Ann. 127, 1954, S. 215-27 (W-Verz.).

Autor  
Wilhelm Süss
Empfohlene Zitierweise  

Süss, Wilhelm, „Dehn, Max Wilhelm“, in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 565 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116054646.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 3 (1957), S. 565 f.
Erwähnungen: 
NDB 13 (1982), S. 484*

PND: 116054646
Artikel drucken

Index

Dehn, Max

Name: Dehn, Max
Namensvariante: Dehn, Max Wilhelm
Lebensdaten: 1878 bis 1952
Geburtsort: Hamburg
Sterbeort: Black Mountain (North Carolina, USA)
Beruf/Lebensstellung: Mathematiker
Konfession: jüdisch
Autor NDB: Süss, Wilhelm
PND: 116054646

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Dehn, Max

PND
116054646

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika
Hessische Biografie

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)
OPAC der BSB München

Nachlässe
Kalliope