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Birago, Karl Freiherr von (seit 1844)
österreichischer Ingenieuroffizier,
* 24.5.1792 Cascina d'Olmo bei Mailand,
† 29.12.1845 Wien. (katholisch)
Genealogie
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| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Giacomo
Ant., Gutsbesitzer;
M Margherita Bosone;
⚭ Wien 1844 Karoline (1818–81),
T des Reichsrats Karl Freiherr von Hietzinger und der Josefine Edlen von Engel; kinderlos.
Leben ↑
Birago war zuerst Geometer, 1813 Leutnant an der Militärschule Pavia, trat 1814 in österreichische Dienste, wurde Generalstabsoffizier und 1844 Brigadier des Pionierkorps. 1816-22 war er in der Lombardei und in Parma Kartograph und sammelte die Unterlagen für eine Generalkarte Italiens. Als Professor der Pionierschule Korneuburg konstruierte er 1825 eine Laufbrücke, die er bis 1841 zur Armeebrücke entwickelte, aufgebaut auf der physischen Leistung des Einzelsoldaten, feldmäßig zerlegt, transportabel und bis 10 t tragfähig. Die „Birago-Brücke“ wurde von sieben Staaten übernommen und galt noch 1914/18 als vorbildlich. 1830-36 machte sich Birago als Fortifikateur um die Maximilian-Türme in Linz und den Brückenkopf Brescello verdient.
Werke ↑
Anleitung
z. Ausführung d. im Felde am meisten vorkommenden Pionierarbb., Wien 1838;
Unterss. üb. d.
europ. Militärbrückentrains, ebenda 1849; Versuch einer verbesserten, allen Forderungen entsprechenden Militärbrückeneinrichtung, 1839; bis 1845 die neuen Pionierreglements; 3
Mss. üb. d. Brücken u. Donau-Kriegsschiffe im Wiener Kriegsarchiv, wo auch d. Briefwechsel mit
Erzhzg. Maximilian liegt.
Literatur ↑
ADB II;
F.
v. Heller, in:
Österr. Militär-
Zs., 1846,
Bd. 2;
W. Brinner,
Gesch. d.
k.k. Pionier-Regiments, Wien 1878–81;
G. Anger,
Gesch. d.
k. k. Armee, ebenda 1887;
A.
v. Teuffenbach, Neues Vaterländ. Ehrenb., ebenda 1892;
A.
v. Mollinary, 46 J. im
österr.-
ungar. Heere 1833–79, Zürich 1905;
Wurzbach I.
Portraits ↑
Das Offizierkorps d.
kgl. lombard.-venet. adeligen Leibgarde 1844, Stich
v. F. Wolf (Kriegsarchiv Wien); Grisaille,
Ölgem. (nur mehr in
Phot. vorhanden).
Autor ↑
Oskar RegeleEmpfohlene Zitierweise ↑
Regele, Oskar, „Birago, Karl Freiherr von“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
251 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd123437628.html
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Birago, Karl
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Birago: Karl Freiherr v.
B., österreichischer Oberst, geb. zu Cascina d'Olmo bei Mailand 24. April 1792, † zu Wien 29. Dec. 1845. Zu Pavia, wo er studirte, widmete er sich hauptsächlich den mathematischen Wissenschaften unter Bordoni's Leitung, ward schon seit seinem siebzehnten Jahre als Geometer verwandt und 1813 von der italienischen Regierung zum Unterlieutenant der Infanterie wie zum Adjutanten der Militärschule zu Pavia ernannt. Beim Uebergang der Lombardei an Oesterreich trat
B. in die österreichische Armee ein. Wegen seiner besonderen Begabung auch hier bald geschätzt, ward er bei vielfachen Recognoscirungen, Vermessungen und militärischen Kartenaufnahmen in Oberitalien und in den Alpen verwendet. 1823—26 stand er als Lehrer der Mathematik bei der Pionierschule in Mailand. In dieser Zeit (1825) trat er zuerst mit derjenigen Erfindung hervor, welche seinen Namen besonders bekannt gemacht hat, nämlich mit einer neu construirten militärischen "Laufbrücke". Unter vielfachen Versuchen bewährt und mehr und mehr vervollkommnet, gelangte dieselbe 1828 zur Einführung bei der österreichischen Armee und auch das Ausland zeigte lebhaftes Interesse an dieser Erfindung.
B. ward inzwischen 1826 zum Oberlieutenant und 1830 zum Hauptmann beim Generalstab befördert, 1830—35 ward er in Linz bei den von Erzherzog Maximilian geleiteten Befestigungsarbeiten verwendet. Von ihm rührt die neue Construktion der Lafetten für die Haubitzen im Innern der Linzer Thürme her. 1837—39 stand er wieder als Major beim Generalstabe, nachdem er im Auftrage des Herzogs von Modena 1835 die Befestigungen des Po-Uebergangs bei Brescollo erbaut hatte, denen er 1839 nach eigener Construction die Brücke daselbst hinzufügte. 1840 ward er zum Oberstlieutenant und zum Premierwachtmeister in der neuerrichteten adligen lombardisch-venetianischen Leibgarde, schon 1841 zum Oberst ernannt, fortwährend mit wichtigen Vermessungs- und Pionierarbeiten beschäftigt. 1844 ward er zum Commandeur der Pionierbrigade befördert und 1845 bei Verleihung der eisernen Krone in den Freiherrnstand erhoben. Aber schon im selben Jahre entriß ihn infolge zu großer geistiger Anstrengungen ein früher Tod seiner erfolgreichen Laufbahn. — 1839 erschienen von ihm "Untersuchungen über die europäischen Militärbrückentrains".
Literatur ↑
Heller, in der Oesterr. Mil. Zeitschrift 1846 Bd. II. 3 ff.
Autor ↑
v. J.Empfohlene Zitierweise ↑
J., von, „Birago, Karl“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
2
(1875), S.
654
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd123437628.html?anchor=adb
Birago, Karl Freiherr von
Name: Birago, Karl Freiherr von
Lebensdaten: 1792 bis 1845
Geburtsort: Cascina d'Olmo bei Mailand
Sterbeort: Wien
Beruf/Lebensstellung: österreichischer Ingenieuroffizier; Geometer
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Regele, OskarAutor ADB:
J., vonPND: 123437628