<< Binz, Carl
Bippen, Wilhelm von >>
Bion, Hermann Walter
reformierter Pfarrer, Sozialpädagoge,
* 29.4.1830 Affeltrangen (Kanton Zürich),
† 3.9.1909 Zürich.
Genealogie
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| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
Die Familie stammt ursprünglich aus Frankreich. Nach Aufhebung des Ediktes von Nantes floh ein Zweig über Metz und Straßburg nach Heidelberg. Von dort wanderte
Peter (
† 1732) nach
St. Gallen und begründete dort die Baumwollindustrie als Ersatz für die langsam niedergehende Leinwandindustrie, indem er halbleinenen und baumwollenen Barchent weben ließ. 1726 verband er sich mit Peter Gonzenbach, der nach seinem Tode die Firma weiterführte.
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V Wilhelm Friedrich (1797–1862), Pfarrer, Verfasser beliebter Volksschauspiele,
S des Peter, Pfarrer, und der Anna Magdalena Zollikofer;
M Susanna Keller;
⚭ Trogen (Kanton Appenzell) Luise (1838–1909).
T des Johann Ulrich Tobler; 3
S, 2
T.
Leben ↑
Bion studierte Philosophie und Theologie in Zürich und Tübingen, wirkte dann als Pfarrer in Rehetobel (ab 1851), Trogen/Kanton Appenzell (ab 1856) und Zürich (1873–1902). Als Schüler F. Ch. Baurs war er Anhänger der liberal-theologischen Richtung. - Bion erwarb sich besonders in Appenzell und Zürich Verdienste um die Hebung des Schulwesens, der Kranken- und der freiwilligen Armenpflege. 1876 gründete er im Appenzeller Land die erste Ferienkolonie, die nicht nur nach gesundheitspflegerischen, sondern auch nach pädagogischen Grundsätzen geleitet wurde. In den Ferienkolonien für erholungsbedürftige Stadtkinder sah er „das wirksamste Mittel, ungerechten sozialen Ansprüchen zu wehren“ und „gerechte zuvorkommend (zu) befriedigen“. Die Arbeit der Ferienkolonien hat Bion durch internationale Kongresse (Berlin 1881, Bremen 1885, Zürich 1888) gefördert. - Das französische Unterrichtsministerium ernannte ihn 1887 zum Officier d'Académie, die Universität Zürich zum
Dr. med. und die Universität Genf 1909 zum
Dr. theol.Werke ↑
u. a. Verhh. d.
internat. Kongresses f. Ferienkolonien u. verwandte Bestrebungen auf d. Gebiet d. Kinder-Hygiene in Zürich, 1889; Die Ferienkolonien u. verwandte Bestrebungen auf d. Gebiete d. Gesundheitspflege, Zürich 1901; Die Erfolge d. Ferienkolonien, 1901.
Literatur ↑
G. Boßhard, H. W.
B., Ein
Lb., Zürich 1913
(P);
O. Haggenmacher, in:
BJ XIV, S. 56-60
(W, L, u. Totenliste 1909,
L). - Zu
Peter B.: ADB II.
Autor ↑
Gottfried HausmannEmpfohlene Zitierweise ↑
Hausmann, Gottfried, „Bion, Hermann Walter“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
250 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135548896.html
Bion, Walter
Name: Bion, Walter
Lebensdaten: 1830 bis 1909
Geburtsort: Affeltrangen (Kanton Zürich)
Sterbeort: Zürich
Beruf/Lebensstellung: Sozialpädagoge; reformierter Pfarrer
Konfession: reformiert
Autor NDB:
Hausmann, GottfriedPND: 135548896