<< Krause, Ernst
Krause, Friedrich Conrad Theodor >>
Krause, Fedor
Chirurg,
* 10.3.1857 Friedland Bezirk Breslau,
† 22.9.1937 Bad Gastein. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Auszeichnungen
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Heinrich Rudolf (1819–70),
Kreisgerichtssekr.,
S d.
Joh. David (1782–1861), Ratszimmermeister in Breslau, u. d. Susanna Dorothea Marenz;
M Seraphine Japha (1831–1917),
Kaufm.-
T aus Fraustadt (Posen);
⚭ Halle 1893 Elisabeth Wagner (1857–1924),
Wwe d.
Prof. Dr. Heinrich Schum in Kiel; 1
T Eva (
⚭ 2] [
⚮ 1936] Hans Emge,
* 1878,
Prof. a. d. Hochschule f. Musik in Kiel, dann in Berlin).
Leben ↑
Nach der Approbation als Arzt arbeitete Krause 1880-82 in der Augenklinik von J. Hirschberg und im Kaiserlich Gesundheitsamt unter Robert Koch sowie bei C. Friedländer, kurze Zeit (1886) war er auch bei dem Anatom C. Weigert am Senckenbergischen Institut tätig. Unter R. von Volkmann war er seit 1883 Assistent an der Chirurgischen Universitätsklinik in Halle. Dort habilitierte er sich 1887 und wurde 1889 außerordentlich Professor. 1892 ging er als Leiter der Chirurgischen Abteilung an das Krankenhaus Altona, 1901 in gleicher Eigenschaft an das Augusta-Hospital in Berlin. Er gehörte dem Lehrkörper der Berliner Universität an und war seit 1914 ordentlich Honorarprofessor. Während des Weltkrieges war Krause als Generalarzt beratender Chirurg beim V. Armeekorps. Nach seiner Emeritierung lebte er weitgehend in Rom seinen künstlerischen Neigungen.
|Auszeichnungen ↑
Intensiv befaßte sich
K. mit der chirurgischen Behandlung der Knochen- und Gelenktuberkulose. Zum Allgemeingut wurden
u. a. die von ihm durchgeführte freie Verpflanzung von Hautlappen, die Heißluftbehandlung, die Verwendung von Gehgipsverbänden
u. a. Neue Wege wies er vor allem der Neurochirurgie, so für die Exstirpation von Geschwülsten der hinteren Schädelgrube. Die Neuralgie des Trigeminus, als deren Sitz in schwersten Fällen das Ganglion Gasseri erkannt worden war, konnte durch die von
K. entwickelte Operationsmethode zur Ausschaltung dieses Nervenknotens erfolgreich angegriffen werden.
Werke ↑
u. a.
Zur Erinnerung an R.
v. Volkmann, 1890;
Tuberkulose d. Knochen u. Gelenke, 1891,
21899 (
engl. Übers.);
Neuralgie d. Trigeminus nebst Anatomie u.
Physiol. d. Nerven, 1896;
Chirurgie d. Gehirns u. Rückenmarks, 1908-11 (
engl. u.
franz. Übers.);
Lehrb. d. Chirurg. Operationen, 1912-14 (mit E. Heymann;
engl.,
russ.,
span. Übers.);
Die
allg. Chirurgie d. Gehirnkrankheiten, 1914;
W-Verz.
in: Chirurgen-
Kal.,
21926.
Literatur ↑
C. M. Behrend, F.
K. u. d. Neurochirurgie, in:
Zbl. f. Neurochirurgie 3, 1938, S. 122-27;
ders., in:
Med. Welt 11, 1937, S. 1514;
ders., in:
Dt. med. Wschr. 82, 1957, S. 519 f.
(P);
ders., in: Gr. Nervenärzte III,
hrsg. v. K. Kolle, 1963
(P);
A. Güttich, in:
Dt. Zs. f.
Nervenheilkde. 146, 1938, S. 1 f.;
Fischer;
Rhdb. (P).
Autor ↑
Manfred StürzbecherEmpfohlene Zitierweise ↑
Stürzbecher, Manfred, „Krause, Fedor“,
in: Neue Deutsche Biographie
12
(1979), S.
700
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118715690.html
Krause, Fedor
Name: Krause, Fedor
Lebensdaten: 1857 bis 1937
Geburtsort: Friedland Bezirk Breslau
Sterbeort: Bad Gastein
Beruf/Lebensstellung: Chirurg
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Stürzbecher, ManfredPND: 118715690