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NDB-Artikel

<< Kramer, Matthias     Kramer, Theodor >>

Kramer, Otto

Industrieller, * 9.1.1867 Stadtoldendorf, 14.11.1934 Bielefeld. (lutherisch)


GenealogieLebenAuszeichnungenLiteraturQuellenAutorZitierweise

Genealogie  
Unehel.; M Hanna Louise Wilhelmine (* 1838), T d. Großkötners Wilhelm Kramer in Linse b. Bodenwerder; Mathilde Michel aus Hamburg; 5 S, 1 T .

Leben  
Kramer besuchte das Realgymnasium in Hannover und ging dann nach Hamburg. Einer dreijährigen Lehre im Textilwarengeschäft Franz Boldemann & Compagnie folgte die Tätigkeit eines Gehilfen und Reisenden für Nordeuropa bei G. Ahlschwede. 1891-93 war Kramer in Bielefeld Korrespondent für die nordischen Sprachen bei der Nähmaschinenfabrik Hengstenberg & Compagnie Anschließend ging er nochmals nach Hamburg als Geschäftsführer der Firma Hermann Kettenburg und zu selbständiger Tätigkeit als Teilhaber der Export-Agentur Kramer & Jänisch. Im Mai 1901 trat er als kaufmännischer Direktor wieder in die 1895 in eine Aktiengesellschaft umgewandelte, jetzt als „Bielefelder Nähmaschinen- und Fahrradfabrik“ firmierende Hengstenbergsche Fabrik ein. Ende 1901 erhielt Kramer die alleinige Leitung des seit 1900 auch Registrierkassen herstellenden Unternehmens. Dieser noch mit finanziellen und technischen Schwierigkeiten behafteten Produktion widmete er zunächst seine unternehmerische Initiative und erreichte bald Rationalisierungen und technische Verbesserungen. Kramer faßte die Erzeugnisse unter dem Namen „Anker“ zusammen. 1906 wurde dann auch der Firmenname unter dieses Markenzeichen gestellt („Anker Werke Aktiengesellschaft vormals Hengstenberg & Compagnie“, seit 1915 nur noch „Anker Werke Aktiengesellschaft“). Neu in die Fabrikation eingeführt wurden nach dem 1. Weltkrieg der vom Reichspostminister amtlich zugelassene Freistempler „Francotyp A“ zum Freimachen von Postsachen in größeren Mengen sowie Buchungsmaschinen, die, ebenso wie die Registrierkassen, bald in großen Mengen exportiert wurden. Kramers Organisationsfähigkeit und Risikofreudigkeit verdankte das Unternehmen einen raschen Aufstieg. Die Beschäftigtenzahl erhöhte sich 1901-26 von 600 auf 2 000.|

Auszeichnungen  
Vorsitzender d. Ver. Dt. Fahrradindustrieller (1920–32) u. d. Ver. Dt. Registrierkassen-Fabrikanten sowie Vorstandsmitgl. d. Berufsgenossenschaft d. Feinmechanik u. Elektrotechnik, d. Reichsverbandes d. Dt. Industrie u. d. Westfäl.-Lipp. Wirtsch.verbandes, Mitgl. d. Handelskammer Bielefeld u. d. Internat. Handelskammer.

Literatur  
Anker Werke AG Bielefeld 1876-1926, 1926. |

Quellen  
Qu.: Archiv Anker Werke AG Bielefeld; Westfäl. Wirtsch.archiv Dortmund.

Autor  
Barbara Gerstein
Empfohlene Zitierweise  

Gerstein, Barbara, „Kramer, Otto“, in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 669 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd136440266.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 12 (1979), S. 669

PND: 136440266
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Index

Kramer, Otto

Name: Kramer, Otto
Lebensdaten: 1867 bis 1934
Geburtsort: Stadtoldendorf
Sterbeort: Bielefeld
Beruf/Lebensstellung: Industrieller
Konfession: lutherisch
Autor NDB: Gerstein, Barbara
PND: 136440266

Weitere Informationen

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Kramer, Otto

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136440266

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