<< Bilfinger, Paul
Bilguer, Johann Ulrich Rudolf von >>
Bilgeri, Georg
Alpinist,
* 11.10.1873 Bregenz,
† 4.12.1934 während einer Skifahrt am Patscherkofel, begraben in Bregenz. (katholisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Josef, Wirt in Vorkloster;
M Verena Speiser aus Fischen (Sonthofen); ledig.
Leben ↑
Als Offizier der Kaiserjäger widmete sich Bilgeri schon 1896 der Skiausbildung von Nachrichtendetachements im Hochgebirge und wurde der Schöpfer der Alpin- und Skiausbildung in der österreichisch-ungarischen Armee. Im Kriege 1914-18 organisierte er zunächst den Skidienst an der italienischen Grenze und in der Folge 16 Bergführer- und 36 Hochgebirgs-Kompagnien. Als Stabsoffizier war er der Alpinreferent des Landesverteidigungskommandos in Tirol, des XX. Korps und der 10. Armee. Bilgeri vereinte die norwegische Technik mit der Lilienfelder Schule, erfand die nach ihm benannte Bindung und machte den Skilauf zum Massensport. Nach 1918 als Fachmann nach Schweden, Ungarn, der Schweiz und der Türkei berufen, zählte er zu den führenden Militäralpinisten und gilt als der Begründer der militärischen Hochtouristik in den Ostalpen, deren höchste Regionen er durch den Skilauf erschloß.
Werke ↑
Der alpine Skilauf, 1911,
31922; Alpine Weisungen f. d. Gebirgs-Krieg, 1917; Alpinvorschrift, Wien 1927; verschiedene Vorschriften
üb. Lawinenschutz, Lawinenkarten.
Literatur ↑
Bergland, 1930,
Nr. 2
(P);
Wiener
Ztg. 1949,
Nr. 283;
Österr. Wehrztg. 1933,
Nr. 44, 1934,
Nr. 50.
Autor ↑
Oskar RegeleEmpfohlene Zitierweise ↑
Regele, Oskar, „Bilgeri, Georg“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
236
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd120908050.html