<< Bielschowsky, Alfred
Bien, Hans >>
Bielschowsky, Max
Nervenarzt,
* 19.2.1869 Breslau,
† August 1940 in England.
Genealogie
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| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
Stammte aus vermögendem Breslauer Kaufmannshaus.
Vt Albert s. (1);
S Franz, Professor an Medical School, University of Otago (Neuseeland), Cancer Research-Laboratories, Dunedin.
Leben ↑
Abitur und erstes Studium von Bielschowsky erfolgten in Breslau, ferner studierte er in München, wo er 1892 summa cum laude promovierte und 1893 das Staatsexamen ablegte. Er begann seine Studien am Frankfurter Senckenberg-Institut bei L. Edinger und K. Weigert, wurde dann Assistent bei E. Mendel und versah dessen Laboratorium. In diese Berliner Zeit fällt die Erfindung der Silberfärbung der Neurofibrillen; sie gründete auf der Technik des Spaniers Santiago Rambu y Cajal, die er auf solche Weise verbesserte und verdrängte. Die restliche Berliner Zeit arbeitete er bei O. Vogt, trat in dessen neurobiologisches Institut ein und wurde Mitglied des Hirnforschungs-Instituts der Kaiser Wilhelm-Gesellschaft (1925). Ungemein musikalisch und universell begabt, traf ihn das politische Geschehen 1933 besonders hart, zumal er und seine Vorfahren sich im besten Sinne als Deutsche fühlten. 1934 reiste er nach Amsterdam, kehrte aber wieder nach Berlin zurück. Durch eine pontine, von ihm selbst lokalisierte Blutung schwer behindert,
|jedoch geistig auf voller Höhe, gelang es ihm, kurz vor Kriegsausbruch nach England auszuwandern. Julius Hallervorden (Max Planck-Institut Gießen) ist sein Schüler.
Werke ↑
u. a. Myelitis und Sehnervenentzündung, 1901;
Allg. Histologie u.
Histopathol. d. Nervensystems, in:
Hdb. der
Neurol.,
Bd. 1, 1910; Üb. d. System d. Neurome, in:
Zs. f. d.
ges. Neurol.,
Bd. 18, 1912; Üb. amaurot. Idiotie, in:
Dt. Zs. f.
Nervenheilkde.,
Bd. 50, 1913; Üb. tuberöse Sklerose, in:
Jb. f.
Psychol. u.
Neurol.,
Bd. 20, 1913;
Gesamt-Verz. (J. Hallervorden, Gießen).
Literatur ↑
M.
B. z. 60. Geburtstag, in: Journal f.
Psychol. u.
Neurol.,
Bd. 38, H. 2, 1929;
Fischer I, 1932
(W).Autor ↑
Werner LeibbrandEmpfohlene Zitierweise ↑
Leibbrand, Werner, „Bielschowsky, Max“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
227 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd123253055.html