Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

NDB-Artikel

<< Bielcke, Johann     Bielschowsky. >>

Bielenstein, August Johann Gottfried

evangelischer Theologe und Ethnologe, * 4.3.1826 Mitau, 6.7.1907 Mitau.


GenealogieLebenWerkeLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Johann Andreas Gottfried (1782–1851), Pastor zu Neu-Autz und Kerklingen, Schüler Johann Friedrichs Herbarts, S des Johann Jakob, Schneidermeister in Göttingen, und der Dorothea Christine Albrecht; M Emilie (1804–1874), T des Wilhelm Moritz von Kleebeck, aus kurländischen „Stammadel“, und der Helene von Ruckteschell; 1854 Ernestine (1833–1919), T des Hermann von Bordelius, aus ursprünglich französischer Juristen-, dann Pastorenfamilie, und der Louise Eleonore von Keyserlingk; K führten in Einzelarbeiten das Werk des Vaters fort, 6 S, u. a. Emil (1858–1944), Hans (1863–1919), und Walter (* 1872), Geistliche und Schriftsteller, Siegfried (1869–1949), Maler, einer der Hauptvertreter des deutschbaltischen Impressionismus, Bernhard (* 1877), Architekt; 2 T, u. a. Marta (1861–1938), Schriftstellerin (Die altlettische Färbemethoden, Riga 1937) und Graphikerin.

Leben  
Nach Besuch des Alumnats Schulpforta und der Universität Dorpat (1849 goldene Preismedaille und D. theol.) wurde Bielenstein schließlich 1867 deutscher Pastor zu Doblen (Kurland) 1883 erhielt er den Dr. phil. h. c. in Königsberg und wurde korrespondierendes bzw. Ehrenmitglied zahlreicher Akademien und wissenschaftlicher Gesellschaften. Vor allem seine philologischen und ethnographischen Arbeiten, die ersten wissenschaftlich exakten Werke über die Sprache der Letten, grundlegende Arbeiten über Volkstum und Ausbreitung desselben, brachten ihm europäischen Ruf. Sein Pastorat in Doblen wurde zu einem Mittelpunkt deutschbaltischen Geisteslebens.
|
Werke  
u. a. Die lett. Sprache nach ihren Lauten u. Formen, 2 Bde., 1863/64; Lett. Grammatik, Mitau 1863; Die Elemente d. lett. Sprache, ebenda 1866; 1000 lett. Rätsel, ebenda 1881; Die Grenzen d. lett. Volksstammes u. d. lett. Sprache in d. Gegenwart u. im 13. Jh. (mit Atlas), St. Petersburg 1892; Ein glückl. Leben (Selbstbiogr.), Riga 1904 (P); Die Holzbauten u. Holzgeräte d. Letten, 2 Bde., ebenda 1907/18.

Literatur  
R. Auning, in: SB d. Ges. f. Gesch. d. Ostseeprovinzen, Riga 1907; Th. Kallmeyer u. G. Otto, Die ev. Kirchen u. Prediger Kurlands, ebenda 1910, S. 253-57 (W-Verz.).

Portraits  
Bronzeplakette v. Siegfr. B.

Autor  
Heinz Mattiesen
Empfohlene Zitierweise  

Mattiesen, Heinz, „Bielenstein, August Johann Gottfried“, in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 226 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118663089.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 2 (1955), S. 226 f.

PND: 118663089
Artikel drucken

Index

Bielenstein, August

Name: Bielenstein, August
Namensvariante: Bielenstein, August Johann Gottfried
Lebensdaten: 1826 bis 1907
Geburtsort: Mitau
Sterbeort: Mitau
Beruf/Lebensstellung: evangelischer Theologe; Ethnologe
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Mattiesen, Heinz
PND: 118663089

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Bielenstein, August

PND
118663089

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)
OPAC der BSB München

Nachlässe
Kalliope