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<< Koken.     Kolb, Annette >>

Koken, Ernst

Paläontologe, Geologe, * 29.5.1860 Braunschweig, 21.11.1912 Tübingen.


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Hermann (1819–1908), Kreisdir. in B., S d. Joh. Christian (1779–1857), Schulrat, Prof. u. Gymnasialdir. in Holzminden, u. d. Friederike Erdmuthe Steinacker; M Anna (1829–89), T d. Karl Steinacker (1801–47), Advokat u. Notar, Präs. d. Landstände d. Hzgt. Braunschweig, u. d. Agathe Friederike Kind; ledig.

Leben  
Koken studierte 1880-84 Naturwissenschaften in Göttingen, Zürich und Berlin. 1884 wurde er in Berlin zum doctor philosophiae promoviert und trat als Assistent ins Museum für Naturkunde ein, wo man ihn vor allem bei der Neuordnung der paläontologischen Sammlung einsetzte. Er habilitierte sich 1888 und war 1887-91 als Privatdozent für Geologie und Mineralogie an der Universität Berlin tätig. 1891 wurde er als ordentlicher Professor in denselben Fächern nach Königsberg berufen, 1895 folgte er einem Ruf nach Tübingen, wo er bis zu seinem Tode wirkte. – Kokens wissenschaftliche Bedeutung liegt sowohl in seinen ausgedehnten paläontologischen und geologischen Forschungen als auch in seiner Mitarbeit an den führenden Fachzeitschriften Paläontographica, Paläontologische Abhandlungen, Centralblatt für Mineralogie (mit Bauer und Liebisch) und Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geologie und so weiter. Seine Lehrbücher wurden zu unentbehrlichen Arbeitsmitteln. Paläontologisch steht bei Koken die Erforschung der Fischotolithen Norddeutschlands, der Saurier der norddeutschen Kreideformation, der Säugetiere Chinas und der Gastropoden des Paläozoikums und des Trias im Vordergrund. Auf geologischem Gebiet befaßte er sich mit der permischen Eiszeit und mit Fragen der Diluvialgeologie. Seine nach der Expedition ins Salt-Range-Gebirge (nördliches Vorderindien, 1902) begonnene Monographie über dieses Gebiet blieb unvollendet.

Werke  
Die Vorwelt u. ihre Entwicklungsgesch., 1893; Leitfossilien, 1896; Paläontol. u. Descedenzlehre, 1902.

Literatur  
Neues Jb. f. Mineral. 2, 1912, S. I-V; BJ 17 (W); Pogg. IV; Wi. 1912; 200 J. Mus. f. Naturkde. Berlin, H. ⅔ in: Math.-Naturwiss. R. d. Wiss. Zs. d. Humboldt-Univ. zu Berlin 19, 1970.

Autor  
Heinz Walter
Empfohlene Zitierweise  

Walter, Heinz, „Koken, Ernst“, in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 438 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116309229.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 12 (1979), S. 438

PND: 116309229
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Index

Koken, Ernst

Name: Koken, Ernst
Lebensdaten: 1860 bis 1912
Geburtsort: Braunschweig
Sterbeort: Tübingen
Beruf/Lebensstellung: Paläontologe; Geologe
Konfession: keine Angabe
Autor NDB: Walter, Heinz
PND: 116309229

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Koken, Ernst

PND
116309229

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