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<< Kötzschke, Rudolf     Koffka. >>

Kövess von Kövessháza, Hermann Baron (ungarischer Baron 1917)

österreichischer General, * 30.4.1854 Temesvar (Banat), 22.9.1924 Wien. (evangelisch Augsburger Bekenntnisses)


GenealogieLebenAuszeichnungenLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Viktor (österr. Adel 1873, 1821-90), k. u. k. Gen.major, S d. Kameral-Kastners Andreas K. u. d. Therese Robel; M Joh. Regina (1835–98). T d. Josef Sterzing (1808–67), Apotheker aus thür. in Fogaras/Siebenbürgen (S e. Pfarrers aus thür. Fam.) u. d. Johanna Fritsch aus Hermannstadt; Gmunden 1892 Eugenie (1861–1941, kath.), T d. Dr. Anton Frhr. Hye v. Glunek (1807–94), k. k. Min. d. Innern, d. Kultus u. d. Unterrichts (s. ADB 50; ÖBL) u. d. Eugenie Grünwald; 3 S (1 ), u. a. Géza (1896–1977), Dr. phil., Kustos am Heeresgeschichtl. Mus. in Wien, Greffier d. österr. Ordens v. Goldenen Vlies.

Leben  
Ausgebildet an der Genieakademie in Klosterbruck bei Znaim und der Technischen Militärakademie in Wien, trat Kövess 1872 als Leutnant des Genieregiments Nummer 2 in das kaiserliche und königliche Heer ein. Nach Besuch der Kriegsschule 1876-78 kam er zu Generalstabsverwendungen nach Hermannstadt (Siebenbürgen), 1880 als Hauptmann des Generalstabes zum Generalkommando in Sarajevo. Nach Teilnahme an der Aufstandsbekämpfung in der Herzegovina 1882 arbeitete Kövess im Operationsbüro des Generalstabes in Wien und unternahm Rekognoszierungsreisen nach Ostgalizien und Rußland. Nach einer Truppendienstleistung 1884-86 und einer Generalstabsverwendung beim 1. Korpskommando in Krakau 1886-88 wurde er zur Infanterie eingeteilt. 1890 Major, 1894 Oberstleutnant, 1896 Oberst, kommandierte Kövess von März 1898 bis Oktober 1902 das Infanterieregiment Nummer 23 in Wien. Im November 1902 zum Generalmajor befördert, übernahm er die 15. Infanteriebrigade in Innsbruck, im November 1906 die 8. Infanterie-Truppen-Division, zunächst ebenfalls in Innsbruck, dann in Bozen (1907 Feldmarschalleutnant). Nach Verwendung als Inspizierender der Befestigungen in Tirol 1910/11 wurde Kövess im Juni 1911 Kommandant des 12. Korps und kommandierender General in Hermannstadt, am 1.11.1911 rückte er zum General der Infanterie vor. 1912 bewies Kövess, dessen strategisches Können bisher eher gering geschätzt worden war, durch einen Manöversieg in Südungarn seine Befähigung zum höheren Truppenführer. – Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges rückte Kövess mit seinem 12. Korps an die Front gegen Rußland in Ostgalizien und in der Bukowina. Nachdem er hier und dann im Raume Przemysl ohne Erfolg gekämpft hatte, gelang ihm 1915 das Vordringen aus Preußisch Schlesien bis Iwangorod an der Weichsel. Im September 1915 zum Kommandanten der neu aufgestellten kaiserlichen und königlichen 3. Armee ernannt, hatte Kövess im Verbande der Heeresgruppe von Mackensen entscheidenden Anteil an der Eroberung Serbiens, Montenegros und Albaniens. 1916 folgte seine Beförderung zum Generalobersten. 1916 kämpfte die 3. Armee unter Kövess von März bis Juli an der|Südtiroler Front, im Juli mußte die begonnene Offensive bei Asiago aber abgebrochen werden, um den russischen Einbruch in Galizien abzuwehren. Hier übernahm Kövess im Oktober 1916 das Kommando der 7. Armee, die den Karpatenkamm zu verteidigen hatte. Im Juli/Aug. 1917 eroberte er die Bukowina zurück. Am 5.8.1917 – kurz nach der Einnahme von Czernowitz – wurde Kövess zum Feldmarschall befördert. Von Jänner bis April 1918 befehligte er eine aus zwei Armeen bestehende Heeresfront in Siebenbürgen, nach deren Auflösung nach dem Friedensschluß mit Rumänien blieb er zunächst ohne Anstellung. Nach dem Ausscheiden Bulgariens aus der Reihe der Mittelmächte sollte Kövess Anfang Oktober 1918 als Heeresgruppenkommandant eine neue Balkanfront aufbauen, ein Auftrag, der im Zuge der allgemeinen Auflösung nicht mehr zu erfüllen war. Am 3.11.1918 zum kaiserlichen und königlichen Armeeoberkommandanten ernannt, konnte Kövess, der dieses Kommando am 11. November in Wien antrat, keine Befehlsgewalt mehr ausüben. Am 19.12.1918 legte er, der zuletzt im Wiener Kriegsarchiv amtiert hatte, diese Funktion nieder.|

Auszeichnungen  
GR (1911), Oberstinh. d. Inf.-Rgts. Nr. 95 (1912), Kommandeur d. Mil.-Maria Theresien-Ordens (1917), Mitgl. d. ungar. Magnatenhauses (März 1918), Präses d. Kapitels d. Mil.-Maria Theresien-Ordens.

Literatur  
R. Peerz, FM Baron K., 1918; O. v. Hofmann u. G. v. Hubka, Der Mil.-Maria Theresien-Orden, die Auszeichnungen im Weltkrieg 1914–18, 21944, S. 43 f. (P); E. Steinitz, in: NÖB II, 1925, S. 138-46 (P); ÖBL.

Autor  
Rainer Egger
Empfohlene Zitierweise  

Egger, Rainer, „Kövess von Kövessháza, Hermann Baron“, in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 416 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd129205427.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 12 (1979), S. 416 f.

PND: 129205427
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Index

Kövess von Kövessháza, Hermann Baron

Name: Kövess von Kövessháza, Hermann Baron
Namensvariante: Kövess, Hermann von
Namensvariante: Kövess, Hermann
Lebensdaten: 1854 bis 1924
Geburtsort: Temesvar (Banat)
Sterbeort: Wien
Beruf/Lebensstellung: österreichischer General
Konfession: evangelisch Augsburger Bekenntnisses
Autor NDB: Egger, Rainer
PND: 129205427

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Kövess von Kövessháza, Hermann Baron

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129205427

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