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Biedermann, Johann Gottfried
Leben
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Leben ↑
Biedermann: Johann Gottfried B.*Obgleich wir im Ganzen Biographien, welche nachzutragen sind, dem Schluß des Werkes vorbehalten, um nicht die Mühe des Nachschlagens zu vervielfältigen, haben wir es doch für angezeigt gehalten, die beiden Biographien Biedermann und Bol, welche nur durch ein Versehen nicht an ihren Platz gekommen waren, gleich hier nach dem Schlusse des Buchstaben nachzutragen.
, Genealoge. Geb. im 1. Viertel des 18. Jahrhunderts zu Plauen im Voigtlande, studirte er Theologie und wurde im J. 1736 als pastor adjunctus in Kitzingen (am Main) in Unterfranken angestellt. Diese Stellung verlor er aber 1739 durch fürstlich würzburgisches Dazwischentreten wegen einer Schrift ("Geistliche Todtengespräche"), die er bereits in seinen Studentenjahren hatte ausgehen lassen. Nun ließ er sich vorübergehend als Privatmann in Markt-Einersheim (Mittelfranken) nieder und begann hier seine Schriftstellerei als Genealog, die ihm dann einen gewissen Namen gemacht hat. Im November 1742 erhielt er die Pfarrei Aufseß, deren Patronat in den Händen der bekannten Herren v. Aufseß war, vertauschte diese aber im J. 1749 mit der Pfarrei in Untersteinach bei Kronach (in Oberfranken), wo er am 11. Juli 1766 gestorben ist. In seiner amtlichen Thätigkeit hat sich
B. durch Gewissenhaftigkeit und Eifer hervorgethan. Seine Genealogie der fränkischen Fürsten- und Grafenhäuser und der Ritterschaft der sechs Cantone des Landes zu Franken, ferner der Ritterschaft im Voigtland und des erblichen Patriciates in Nürnberg erschien in der Zeit von 1745—1752. (Das
|allgemeine Register vom J. 1771 stammt von der Hand des ansbachischen Archivars G. Stieber.) Der Werth der Biedermann'schen Geschlechtstafeln ist freilich ein beschränkter und müssen seine Aufstellungen namentlich in den älteren Zeiten mit höchster Vorsicht hingenommen werden, zumal eine seiner Hauptquellen die Stammbäume und Mittheilungen der verschiedenen betreffenden Familien selber bilden, die nur allzugern unsichere Ueberlieferungen und zweifelhafte Ansprüche statt gewisser Wahrheit boten.
Literatur ↑
Hans Freiherr von und zu Aufseß, Historische Entwicklung der kirchlichen Verhältnisse zu Aufseß (1842). — Privatmittheilungen.
Autor ↑
Wegele.
Korrektur:
Joh. Gottfr. Biedermann wurde geboren am 19. August 1705 zu Plauen im Voigtlande als Sohn des Bürgers und Sattlers Johann Heinrich B. (Acten des Gebrechenamts zu Würzburg aus den Jahren 1736 ff. im Würzburger Kreisarchiv).
F. Hüttner.
Empfohlene Zitierweise ↑
Wegele, Franz Xaver von, „Biedermann, Johann Gottfried“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
3
(1876), S.
793-794
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd123224454.html?anchor=adb
Biedermann, Johann Gottfried
Name: Biedermann, Johann Gottfried
Lebensdaten: 1705 bis 1766
Beruf/Lebensstellung: Genealoge
Konfession: evangelisch
Autor ADB:
Wegele, Franz Xaver vonPND: 123224454
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Biedermann, Johann Gottfried
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