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Könneritz, von. >>
Königswarter, Jonas Freiherr von (österreichischer Adel- u. Ritterstand 1860, Freiherr 1870)
* 10.8.1807 Frankfurt/Main,
† 23.12.1871 Wien.
Genealogie
| Leben
| Auszeichnungen
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Marcus (s.
Einl.),
S d. Jonas Hirsch (s.
Einl.) u. d. Charlotte Jeanette Oppenheimer;
M Jeanette,
T d. Wechselmaklers Zacharias Wertheimer (
† 1809) in
F. u. d. Frommet Speyer;
Ur-Gvm Isaak Samuel Wertheimer, aus Wiener
Hoffaktorenfam.; -
⚭ Hietzing
b. Wien 1829 Josefine (1811–61,
Cousine), T d. Moriz Königswarter (s.
Einl.); 1
S, 1
T Moriz (1837–93), Bankier in
W., seit 1860 Teilhaber, seit 1872 Leiter d.
väterl. Firma, e. d. bedeutendsten
österr. Finanziers, 1884-90
Mitgl. d. niederösterr. Landtags, seit 1879 lebenslängl.
Mitgl. d. Herrenhauses d. Reichsrats, Kunstsammler (s.
ÖBL), Fanny (
⚭ Joseph
Rr. v. Pfeiffer, 1822–97, Bankier,
württ. Konsul u.
Präs. d.
jüd. Kultusgem. in
W.);
Schwieger-T Charlotte
geb. Edle
v. Wertheimstein (1841–1929), Mitbegründerin d.
österr. Roten Kreuzes, Gründerin e. Waisenhauses;
E Hermann (1864–1915),
|Bes. d. ererbten Güter in Niederösterreich, Böhmen u. Ungarn, konvertierte
z. Christentum u. zahlte dafür d.
v. K. testamentar. festgelegte Strafgeld
v. 1
Mill. fl. f. wohltätige Zwecke.
Leben ↑
Königswarter erhielt eine kaufmännische Ausbildung in der Bank seines Vaters, ging dann nach Wien und übernahm dort 1829 das 1810 gegründete Bank- und Wechselgeschäft seines Onkels (und Schwiegervaters) Moriz. Die Bank erlangte unter seiner Leitung rasch große Bedeutung. Königswarter gründete auch das Bankgeschäft Königswarter & Todesco, wurde 1833 Kontrolleur und 1850 Direktor der österreichischen Nationalbank und war mit den Rothschilds an der Gründung der Creditanstalt (1855), der größten österreichischen Bank, beteiligt, die sich besonders der Eisenbahnfinanzierung annahm. Königswarter wurde Mitglied der Verwaltungsräte der Nordbahn, der böhmischen Westbahn und anderer Linien und förderte den Ausbau des österreichischen Eisenbahnnetzes. Nach der Jahrhundertmitte galt er als einer der bedeutendsten Wiener Finanziers und war eine der prominentesten Gestalten an der Börse. Sein Palais war ein gesuchter Treffpunkt für Politik und Wirtschaft. Königswarter spendete große Summen für wohltätige Zwecke und machte sich verdient um die Wiener jüdische Kultusgemeinde, deren Präsident er seit 1867 war.
|Auszeichnungen ↑
Mitgl. d. Herrenhauses.
Literatur ↑
H. Jäger-Sunstenau, Die geadelten Judenfamilien im vormärzl. Wien,
Diss. Wien 1950
(ungedr.);
F. Hennings, Ringstraßensymphonie I, 1963, S. 31 f.
(P);
K. Grunwald, Europe's Railways and Jewish Enterprise, in: Leo Baeck
Inst. Yearbook 1967, S. 198-200
(P);
Enc. Jud. (L);
ÖBL (L).
Portraits ↑
in Wien,
Nat.bibl.Autor ↑
Hans JaegerEmpfohlene Zitierweise ↑
Jaeger, Hans, „Königswarter, Jonas Freiherr von“,
in: Neue Deutsche Biographie
12
(1979), S.
362 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd136127959.html
Königswarter, Jonas Freiherr von
Name: Königswarter, Jonas Freiherr von
Namensvariante: Königswarter, Jonas
Namensvariante: Königswarter, Jonas Ritter von
Lebensdaten: 1807 bis 1871
Geburtsort: Frankfurt/Main
Sterbeort: Wien
Beruf/Lebensstellung: Bankier
Konfession: jüdisch
Autor NDB:
Jaeger, HansPND: 136127959