<< Bibliander, Theodor
Bibra, Ernst >>
Bibra
Bibra
Freiherren von
Leben ↑
Der fränkischen Reichsritterschaft angehörende Familie, die mit
Rupertus de Bibra 1119 urkundlich zuerst erscheint und deren Stammreihe 1245 mit
Berthold von Bibra beginnt. Ein Zusammenhang mit dem Dichter
Nicolaus von Bibra (13. Jahrhundert) ist nicht feststellbar. Der Familie gehörten die Bischöfe von Würzburg
Lorenz (1456–1519) und
Konrad (1490–1544) an. Während Konrad wegen der Zeitwirren in seiner vierjährigen Amtszeit nicht konsekriert wurde, war Lorenz ein einflußreicher Ratgeber Kaiser Maximilians I. Sein Grab von Tilman Riemenschneider ist im Würzburger Dom.
Kilian (
ca. 1426–13.2.1494) war Dompropst, seit 1483 Generalvikar von Würzburg. Er bewährte sich auf mehreren diplomatischen Missionen nach Böhmen, Wien und Rom und als Schiedsrichter bei Fehden zwischen Fürsten und Rittern. Sein Name war daher allgemein hoch geachtet.
Heinrich (1711–88) war 1759-88 Fürstbischof von Fulda und machte sich um die Wirtschaft und das Schulwesen seines Bistums verdient. Persönlich untadelhaft, war er kirchenpolitisch Febronianer.
Johann Ernst (1662–1705) hat sich in mehreren diplomatischen Missionen für Würzburg bewährt. Als Generalfeldmarschalleutnant in kaiserlichen Dienste übernom
|men, hat er 1704 unter Prinz Eugen an dem Feldzug gegen Bayern teilgenommen. Er ist ein direkter Vorfahre
Ernsts (s. unten).
Christian Ernst Heinrich (1772–1844) machte sich als Landjägermeister von Hessen-Darmstadt um die Aufforstung der Provinz Oberhessen verdient.
Bibra, Ernst
Bibra
Name: Bibra
Lebensdaten: unbekannt
Beruf/Lebensstellung: fränkische Reichsritter
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Schultheiß, WernerPND: 119160706