<< Kock, Reimar
Kocks, Friedrich >>
Kock, Theodor
klassischer Philologe,
* 18.11.1820 Quedlinburg,
† 4.6.1901 Weimar.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Christoph (Matthias) Theodor (
† 1824), 1.
Sekr. beim Land- u. Stadtgericht in
Qu.;
M Caroline Riemann (
* 1790) aus Magdeburg;
⚭ Elsa Scgarbaum (1824–94) aus Posen; kinderlos.
Leben ↑
Nach Gymnasiumsbesuch in Posen studierte Kock seit 1838 in Breslau, Halle und Berlin klassische Philologie, wurde 1842 in Breslau zum doctor philosophiae promoviert und legte dort wenig später die Prüfung für das Höhere Lehramt ab. Anschließend war er in Posen und seit 1850 in Elbing im Gymnasialdienst tätig, wurde 1854 Gymnasialdirektor in Guben und wirkte dann in gleicher Stellung in Stolp, am Johanneum in Hamburg, in Memel und schließlich seit 1866 am Luisenstädter Gymnasium in Berlin. Nach seiner Pensionierung (1882) übersiedelte er nach Weimar, wo er die beiden letzten Jahrzehnte seines Lebens verbrachte. – Kocks wissenschaftliche Bedeutung liegt in seinen Arbeiten über die antike griechische Komödie. Drei 1880-88 erschienene Bände vereinen die nachweisbaren Fragmente der attischen Komödiendichter (Comicorum Atticorum Fragmenta). Daneben schuf er einen noch heute unentbehrlichen Kommentar zu den wichtigsten Lustspielen des Aristophanes (4 Bände, 1852–64). Wenig Anerkennung fand Kock als Schriftsteller. Seine im Druck erschienene Tragödie „Merope“ (1882) wurde nie aufgeführt.
Werke ↑
Weitere W u. a.
Alkäos u. Sappho, 1862;
Elektra in Delphi (Schauspiel), 1902.
Literatur ↑
Bursian-Jberr. 29, 1902, S. 44-49
(W).
Autor ↑
Peter WirthEmpfohlene Zitierweise ↑
Wirth, Peter, „Kock, Theodor“,
in: Neue Deutsche Biographie
12
(1979), S.
286
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd101472447.html