<< Aereboe, Friedrich
Aesticampianus, Johannes Rhagius >>
Aesslinger (Asslinger, Esslinger), Hans
Bildhauer und Medailleur,
† 1567.
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Aesslinger erwarb 1535 das Münchner Bürgerrecht und machte 1536 sein Meisterstück. 1537-50 war er am Hofe Ludwigs X. in Landshut und von 1550 bis zu seinem Tode wieder in München tätig. 1559 arbeitete er auch in Salzburg. Seine erhaltenen Arbeiten kennzeichnen ihn im wesentlichen als Medailleur und Bildhauer des Kleinformats. Als Material benützte er weichen Solnhofener Stein. Sein Medaillenwerk umfaßt 10 Medaillen auf Albrecht V. von Bayern und einige bayerische Persönlichkeiten aus den Jahren 1551–58. Das Ende der fünfziger Jahre entstandene lebensgroße Medaillenbild Albrechts V. (bis 1944 in der Staatlichen Münzsammlung München, Alte Akademie) ging im 2. Weltkriege verloren. Zwei figürliche Reliefs, der bethlehemitische Kindermord (Berlin, Deutsches Museum) und das Parisurteil (München, Nationalmuseum), beide nach Stichen des Marc Antonio Raimondi, entstanden 1550 als Arbeiten für die Kunstkammer Albrechts V. Das 1559-61 entstandene Epitaph des Salzburger Erzbischofs Michael von Kuenburg ist urkundlich bezeugt; aus Stilgründen ist Mitarbeit anderer Künstler anzunehmen.
Literatur ↑
ADB I;
Österr. Kunsttopogr. IX, 1912, S. 100;
E. F. Bange, Die Kleinplastik d.
dt. Renaissance, 1928, S. 94;
G. Habich, Die
dt. Schaumünzen d. 16. Jh.s II, 1, 1932, S. 457;
O. Hartig, Münchner
Jb. d. bild. Kunst,
NF X, 1933, S. 165-69;
G. Lill, Hans Leinberger, 1942, S. 11;
ThB;
Bénézit I, 1948.
Portraits ↑
oberdt. Bild, in: Ambraser
Slg. (Kunsthistor.
Mus. Wien).
Autor ↑
Paul GrotemeyerEmpfohlene Zitierweise ↑
Grotemeyer, Paul, „Aesslinger, Hans“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
92
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd122264487.html
<< Aertsen, Malerfamilie
Aesticampianus, Johannes Rhagius >>
Aeßlinger, Hans
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Aeßlinger: Hans
A.
, geschickter Bildhauer und Medailleur in München
um die Mitte des 16. Jahrhunderts. Von ihm besitzt das bairische
Nationalmuseum zu München ein Relief in Solenhofer Stein, die
Nachbildung eines Stiches von Marc Anton nach Rafael's
Paris-Urtheil, mit seinem Monogramm und der Jahreszahl 1550
versehen. Es zeichnet sich durch feine und sorgfältige Behandlung
aus. Im Nationalmuseum befindet sich ferner eine silberne und
vergoldete Denkmünze mit dem Bildnisse des Herzogs Albrecht V. von Baiern; sie trägt das Monogramm und das
Jahr 1554.
Autor ↑
W. S.
Empfohlene Zitierweise ↑
S., W., „Aeßlinger, Hans“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
133
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd122264487.html?anchor=adb
Aesslinger, Hans
Name: Aesslinger, Hans
Namensvariante: Asslinger, Hans
Namensvariante: Esslinger, Hans
Namensvariante: Aeßlinger, Hans
Namensvariante: Eßlinger, Hans
Lebensdaten: erwähnt 1535, gestorben 1567
Beruf/Lebensstellung: Bildhauer; Medailleur
Konfession: katholisch?
Autor NDB:
Grotemeyer, PaulAutor ADB:
S., W.PND: 122264487
Informationsangebote zu
Aesslinger, Hans
PND
122264487
Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)
Lexika
Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)
Nachlässe
Kalliope