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<< Knapp.     Knapp, Georg Friedrich >>

Knapp, Friedrich

chemischer Technologe, * 22.2.1814 Michelstadt (Odenwald), 8.6.1904 Braunschweig.


GenealogieLebenAuszeichnungenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Joh. Friedrich (1775–1848), Dr. iur., Geh. Staatsrat in Darmstadt (s. ADB 51), S d. Theodor Friedrich (1731–1810), aus Pfedelbach, Gfl. Erbach. Kammerrat, u. d. Juliane Cath. Seyffardt; M Elisabeth (1788–1862), T d. Friedrich Louis (1758–1846), Gfl. Erbach. Forstrat, u. d. Gertrudis Theresia Baumann; Schw Albertine ( Julius Wilbrand, 1811–97, Prof. d. Med. in Gießen, s. BLÄ); - Darmstadt 1841 Elisabeth (1819–90), T d. Georg Liebig, Drogist in Darmstadt, u. d. Marie Karoline Fuchs gen. Möser; Schwager Justus v. Liebig ( 1873), Chemiker; 3 S, 2 T , u. a. Georg Friedrich (s. 2); N Wilhelm Wilbrand (1842–1922), Geh. Staatsrat, Vorsitzender d. Forst- u. Kameralabt. im hess. Finanzmin.

Leben  
Knapp begann in Darmstadt eine Berufsausbildung als Apotheker. Nach der Gehilfenprüfung (1832) studierte er in Gießen Chemie bei Liebig, der seinen weiteren Weg entscheidend bestimmte. Knapp wurde Professor der Technologie in Gießen (außerordentlich 1841, ordentlich 1847) und folgte Liebig nach München. Seit 1854 lehrte er Technische Chemie und war zugleich technischer Leiter der Porzellanmanufaktur Nymphenburg (bis 1861). 1863 wurde er auf einen neu eingerichteten Lehrstuhl für technische Chemie an der Polytechnischen Schule (später Technische Hochschule) Braunschweig berufen und verblieb hier bis zur Emeritierung 1889. Als die Braunschweiger Hochschule 1900 das Promotionsrecht erhielt, war Knapp der erste, dem die Würde eines „Dr.-Ingenieur Ehren halber“ verliehen wurde. – Knapp wurde durch sein „Lehrbuch der chemischen Technologie“ (2 Bände, 1847), zum Bahnbrecher für die chemische Technologie als einem selbständigen Wissenszweig; wie auch in seinem Unterricht lehnte er sich darin nicht an die allgemeine Chemie an, sondern ordnete den Stoff nach Industriezweigen (die verschiedenen Gebiete der Technik, die sich auf Verbrennnungsvorgängen gründen; die Technologie von Tonwaren, Mörtel, Kalk und so weiter, bis hin zu Nahrungsmitteln und zum Bekleidungswesen).|

Auszeichnungen  
Korr. Mitgl. d. Bayer. Ak. d. Wiss. (1863).

Werke  
Weitere W u. a. Die Nahrungsmittel in ihren chem. u. techn. Beziehungen, 1848; Natur u. Wesen d. Gerberei u. d. Leders, 1858; Technolog. Wandtafeln, 1856-63.

Literatur  
Richard Meyer, in: Berr. d. Dt. Chem. Ges. 37, 1904, S. 4777-4814 (W, P); C. v. Voit, in: SB d. math.-physikal. Kl. d. Bayer. Ak. d. Wiss. 35, 1905, S. 337-46; W. Schneider, in: Pharmazeut. Industrie 16, 1954, S. 228-30 (P); Pogg. I, III-V.

Autor  
Wolfgang Schneider
Empfohlene Zitierweise  

Schneider, Wolfgang, „Knapp, Friedrich“, in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 151 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116243961.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 12 (1979), S. 151
Erwähnungen: 
NDB 23 (2007), S. 491 in Artikel Schott, Friedrich

PND: 116243961
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Index

Knapp, Friedrich

Name: Knapp, Friedrich
Lebensdaten: 1814 bis 1904
Geburtsort: Michelstadt (Odenwald)
Sterbeort: Braunschweig
Beruf/Lebensstellung: chemischer Technologe
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Schneider, Wolfgang
PND: 116243961

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Knapp, Friedrich

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116243961

Normdaten
Personennamendatei (PND)
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