<< Beust, Friedrich Ferdinand Freiherr, Graf von
Beuth, Christian Peter Wilhelm >>
Beust, Friedrich Constantin Freiherr von
Berg- und Hüttenmann,
* 13.4.1806 Dresden,
† 22.3.1891 Torbole/Gardasee. (lutherisch)
Genealogie
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| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
B Friedrich s. (2);
⚭ 1841 Maria
Carol. Wilh.,
T des Christian Gottlob Freiherr von Houwald, Landsyndikus des Markgrafentums Niederlausitz, später Kreishauptmann von Meißen, und der Marie
Karol. Luise von Thielau; 2
S, 1
T.
Leben ↑
Beust wurde nach bergbaulichem Studium in Freiberg und juristischem in Göttingen und Leipzig 1830 Auditor beim Bergamt in Freiberg und nach verschiedenen Stellungen in Schneeberg, Marienberg und Freiberg hier 1844 Berghauptmann und 1851 Oberberghauptmann. Infolge Auflösung des Oberbergamtes trat er 1868, einem Ruf seines Bruders folgend, aus dem sächsischen Staatsdienst in den österreichischen über und wirkte bis 1876 als kaiserlich und königlicher Generalinspektor des cisleithanischen Berg-, Hütten- und Salinenwesens in Wien. Er erwarb sich auf verwaltungsmäßig-organisatorischem Gebiet hervorragende Verdienste um die Entwicklung des sächsischen Berg- und Hüttenwesens durch die Anlage des berühmten Rothschönberger Stollens, die Einführung der Dampfmaschine, den Bau bergbauwichtiger Eisenbahnlinien, die Modernisierung der Metallhütten, die Bekämpfung und Verwertung des Hüttenrauches, Förderung der Blaufarbenwerke
u. a. Über seine Berufsaufgaben hinaus war Beust tätig als Freiberger Stadtverordneter, als Mitbegründer des Bergmännischen Vereins (1841), der Deutschen Geologischen Gesellschaft (1849) und des Freiberger Altertumsvereins (1860). Er war Ritter hoher deutscher und ausländischer Orden und Ehrenbürger der Stadt Freiberg.
Werke ↑
u. a. Geognost. Skizze d. wichtigsten Porphyrgebilde
zw. Freiberg, Frauenstein, Tharandt u. Nossen, 1835; Krit. Beleuchtung d. Werner'schen Gangtheorie aus d. gegenwärt. Standpunkt d. Geognosie, 1840; Gangkarte
üb. d. inneren Theil d. Freiberger Bergreviere, nebst
Erl., 1842; Bemerkungen
z. d. „Beurtheilung d. Entwurfes
z. einem Berggesetze f. d.
Kgr. Sachsen
v. einem Juristen u. Gewerken“, 1849; Die Eisenbahnlinie
v. Dresden
üb. Freiberg u. Chemnitz nach Zwickau, 1852; Die obererzgebirg. Eisenbahn, 1854; Üb ein Gesetz d. Erzvertheilung auf d. Freiberger Gängen, 2 H., 1855/56;
Aufsätze in: Berg- u. Hüttenmann.
Ztg., Gangstud., Oesterr.
Zs. f. Berg- u. Hüttenwesen.
Jb. u.
Verhh. d.
k.k. geol. Reichsanst. Wien,
Jb. f. d. Berg- u. Hüttenwesen in Sachsen.
Literatur ↑
Oberberghauptm. Frhr. v. B., in:
Leopoldina 27, 1891, S. 130-33, 146-49
(Bibliogr.);
H. Gerlach, F. K.
Frhr. v. B., in:
Mitt. d. Freiberger
Altertumsver., H. 28, 1892, S. 67-70;
F. Heucke,
Btrr. z. Freiberger Bergchronik, ebenda,
Beil. z. H. 47-53, 1912-20;
C. Schiffner, Aus d. Leben alter Freiberger Bergstudenten, 1935, S. 129-31
(P);
W. Serlo, Männer d. Bergbaus, 1937;
Ferchl.
Portraits ↑
Lithogr. v. O. Patzig; Kniestück in Öl;
Lithogr., 1854 (alle Stadt- u. Bergbaumus. Freiberg).
Autor ↑
Bruno SauerEmpfohlene Zitierweise ↑
Sauer, Bruno, „Beust, Friedrich Constantin Freiherr von“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
200
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116158565.html
Beust, Constantin Freiherr von
Name: Beust, Constantin Freiherr von
Namensvariante: Beust, Friedrich Constantin Freiherr von
Lebensdaten: 1806 bis 1891
Geburtsort: Dresden
Sterbeort: Torbole/Gardasee
Beruf/Lebensstellung: Berg- und Hüttenmann
Konfession: lutherisch
Autor NDB:
Sauer, BrunoPND: 116158565