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<< Kley, Heinrich     Kleyer, Heinrich >>

Kley, Carl

Maschineningenieur, * 12.8.1831 Mannheim, 19.10.1914 Bonn. (evangelisch)


GenealogieLebenAuszeichnungenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Georg Wilhelm (1800–50), Handelsmann, S d. Knopfmachermeisters Georg Wilhelm u. d. Margaretha Hermann; M Joh. Elisabetha Maria (1803–68), T d. Schirmfabr. Franz Jos. Mollier (Molliet) (1773?-1816) u. d. Elisabeth Martin (Martini); Stuttgart 1857 Elisabetha Henr. Frieder. Ernestine (* 1834), T d. Buchhändlers Carl Hoffmann u. d. Elisabeth Hoff; 7 K ; N Carl Jacob (1873-n. 1954), Dir. d. Mannheimer Versicherungsges.

Leben  
Kley erhielt seine Ausbildung am Polytechnikum in Karlsruhe. Seine berufliche Laufbahn begann 1852 bei der Direktion der Gruben von „Vieille Montagne“ bei Aachen. Nach zweijähriger Ingenieurtätigkeit kehrte er als Assistent zu seinem ehemaligen Lehrer, dem Professor des Maschinenbaus Ferdinand Redtenbacher, zurück. 1857 trat Kley als Beratungsingenieur für Konstruktionen wieder in den Dienst der Bergbaugesellschaft Vieille Montagne ein, den er bis 1879 ausübte. Im gleichen Jahr ließ er sich als Zivilingenieur in Bonn nieder, von wo aus er Studienreisen nach England und Schweden unternahm und auf mannigfache Weise zum technischen Fortschritt beitragen konnte. – Den Auftrag der Vieille Montagne zur Modernisierung der gesamten Betriebseinrichtungen führte Kley erfolgreich durch; unter anderem fertigte er vollständige Pläne für Maschinenanlagen der Gruben Apfel, Columbus, Julien, Neu Moresnet, Castor, Lüderich an. Darüber hinaus war er bestrebt, die schwierigen Wasserprobleme der Gruben zu lösen. Der Durchbruch gelang ihm 1861 mit der Neukonstruktion der Woolfschen Wasserhaltungsmaschine für die Grube Altenberg bei Aachen. Das Woolfsche System, das nach Mißerfolgen in England in Vergessenheit geraten war, erbrachte von der Fachwelt für unmöglich gehaltene Resultate. 1865|erschien eine Buchveröffentlichung Kleys über die konstruktiven Lösungen und rechnerischen Grundlagen zu dieser Gestängemaschine. 1878 meldete er ein Patent auf eine Wasserhaltungsmaschine mit Rotation und Hubpausen an. Die Kleysche Maschine bestand die Bewährungsprobe so gut, daß sie über Jahrzehnte auch im Ausland gebaut wurde. Zahlreiche Gutachten heben ihre Wirtschaftlichkeit hervor und sprechen von 50 %, in Einzelfällen sogar von 70 % Kohlenersparnis. Zu Kleys weiteren Erfindungen gehören Pumpen und Einrichtungen für die Aufbereitung. Erfolgreich war er auch auf dem Sektor des Ventilatorenbaus. Beachtung fanden ebenfalls seine Zentrifugalregulatoren mit Gewichtsbelastung.|

Auszeichnungen  
Dr.-Ing. E. h. (Karlsruhe 1911).

Werke  
Die einfach- u. direktwirkenden Woolfschen Wasserhaltungsmaschinen d. Grube Altenburg b. Aachen, 1865.

Literatur  
C. Matschoß, Die Entwicklung d. Dampfmaschine II, 1908, S. 278-80, 293; ders., in: VDI-Zs. 58, 1914, S. 1585 f. (P), auch in: DBJ I.

Autor  
Leonhard Fober
Empfohlene Zitierweise  

Fober, Leonhard, „Kley, Carl“, in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 62 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd117523941.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 12 (1979), S. 62 f.

PND: 117523941
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Index

Kley, Carl

Name: Kley, Carl
Lebensdaten: 1831 bis 1914
Geburtsort: Mannheim
Sterbeort: Bonn
Beruf/Lebensstellung: Maschineningenieur
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Fober, Leonhard
PND: 117523941

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Kley, Carl

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117523941

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