<< Emich, Friedrich Peter
Emil >>
Emicho
Bischof von Freising (seit 1283),
* um 1245,
† 23.7.1311 Wien.
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Wildgraf Emich III. (
† 1284);
M Elisabeth,
T des
Gf. Hugo
v. Montfort in Vorarlberg;
Ov Konrad II., Bischof
v. Freising (1258–79,
s. ADB 16);
Verwandte: Äbte
v. St. Maximin in Trier
u. Tegernsee.
Leben ↑
1266 war Emicho Propst des Stiftes Sankt Andrä in Freising, kandidierte 1279 als Bischof, drang aber nicht durch und wurde am 24.1.1283 gewählt. Für sein Wirken als Reichsfürst war entscheidend, daß er verwandtschaftliche Beziehungen zu den Grafen von Tirol und Görz und damit zu König Albrecht I. hatte. Er wirkte mit bei der Wahl des königlichen Kanzlers Rudolf zum Erzbischof von Salzburg, verhandelte 1290, 93 und 97 wegen Beilegung von Streitigkeiten zwischen Österreich und Salzburg, unterstützte Albrecht 1286 gegen Ungarn, 1298 gegen Adolf von Nassau, 1302 gegen Köln, 1304/05 gegen Böhmen, nahm am Nationalkonzil 1287 und am Reichstag von Nürnberg 1298 teil. Den benachbarten Wittelsbachern stand er feindselig gegenüber, da er damit begann, ein Territorium zu bilden. 1294 erwarb er die Grafschaft Werdenfels, kurz vor 1300 die Vogtei des Freisinger Domkapitels, 1300 Tölz und 1301 Zusdorf (Kreis Erding). Zahlreich sind seine Käufe und Erwerbungen in Niederösterreich und Krain. Er hielt sich daher mehr im heutigen Österreich als in Bayern auf. Mehrere seiner Verwandten beförderte er zu höheren Würden im Freisinger Klerus.
Literatur ↑
Ottokars
österr. Reimchronik, in:
MG Dt.
Chron. V, 1, 1890,
21893;
C. Meichelbeck, Historia Frisingensis II, 1728, S. 92-114,
Urkk. S. 105-43;
J. Zahn, Fontes rer. Austr. II, 31, 1870, S. 396-469,
u. 35, 1871, S. 1-60.
Autor ↑
Ernst KlebelEmpfohlene Zitierweise ↑
Klebel, Ernst, „Emicho“,
in: Neue Deutsche Biographie
4
(1959), S.
478
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd133631982.html