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Kirchbach, Kurt >>
Kirchbach.
Kirchbach.
(evangelisch)
Leben ↑
Aus Roßwein (Sachsen) stammende, seit Ende des 15. Jahrhunderts nachweisbare Handwerkerfamilie (Tuchmacher), aus der viele Pfarrer, Beamte und vor allem Offiziere hervorgegangen sind. Verschiedene Linien wurden geadelt (Reichsadel 1663, 1682; schwedische, preußische beziehungsweise österreichische Freiherren 1720, 1836 beziehungsweise 1909 [als „Kirchbach auf Lauterbach“]; preußischer beziehungsweise österreichischer Graf 1880 beziehungsweise 1917). Zu ihr gehören unter anderem:
Peter (1590–1638), Superintendent in Zwickau,
Haubold von Kirchbach (
⚔ 1710), schwedischer Oberst,
Julius Freiherr von Kirchbach (1663–1745), schwedischer Generalleutnant,
Hans Karl (1704–53), sächsischer Berghauptmann in Freiberg,
Hans Günther von Kirchbach (1744–1802), sächsischer Generalmajor und Kommandeur der Garde du Corps,
Carl von Kirchbach (1799–1893), sächsischer Oberlandforstmeister,
Hans Ferdinand Freiherr von Kirchbach (1804-76), kaiserlicher und königlicher Feldmarschall-Leutnant,
Hugo Graf von Kirchbach (1809-87), preußischer General der Infanterie und Kommandierender General des V. Armeekorps (siehe
ADB 51;
Priesdorff VII, S. 131-35, Porträt), und dessen Sohn
Günther Graf von Kirchbach (1850–1925), preußischer Generaloberst und Armee-Oberbefehlshaber im 1. Weltkrieg,
Hans Adolf von Kirchbach (1834–1903), sächsischer Generalmajor,
Eugen von Kirchbach (1835–1911), sächsischer General der Kavallerie,
Carl von Kirchbach (1847–1929), Präsident der Generaldirektion der Sächsischen Staatseisenbahnen (siehe
DBJ XI),
Hans von Kirchbach (1849–1928), sächsischer Generaloberst und Kommandierender General des XIX. Armeekorps im 1. Weltkrieg (siehe
DBJ X, Totenliste),
Karl Graf von Kirchbach (1856–1939), kaiserlicher und königlicher Generaloberst und Armeekommandant im 1. Weltkrieg (siehe
ÖBLÖBL), und dessen Bruder
Ferdinand Freiherr von Kirchbach (1858–1920), kaiserlicher und königlicher General der Infanterie (siehe
ÖBL),
Erich von Kirchbach (
* 1886,
⚔ 1944), Generalmajor, und
Harry von Kirchbach (
* 1896,
⚔ 1945), Generalleutnant und Divisionskommandeur.
Ernst Sigismund (1831–76) war Historien- und Porträtmaler, Illustrator und 1869-76 Direktor der Kunstakademie in Santiago de Chile (siehe
ThB), dessen Söhne waren:
Wolfgang (1857–1906), Schriftsteller (siehe
Kürschner, Lit.-Kal.;
RGG), und
Frank (1859–1912), Historien-, Porträt-, Genre- und Landschaftsmaler, Graphiker, Illustrator und Bildhauer in München (siehe
ThB). Söhne von Frank waren:
Hanns (1886–1963), Professor für Kolbenarbeitsmaschinen an der Technischen Hochschule München (siehe
Pogg. VII), und der Maler
Gottfried (1888–1942).
Esther von Kirchbach (1894–1946), Tochter des sächsischen Generals und Kriegsmimsters Adolf von Carlowitz (1858–1928, siehe
DBJ X), in 2. Ehe verheiratet mit
Arndt von Kirchbach (1885–1963), Major außer Dienst, Domprediger in Dresden und Superintendent in Freiberg, war als kirchliche Publizistin tätig. Sie schrieb unter anderem im „Eckart“ und im „Jugend
|weg“ über Fragen der Frauen- und Jugendarbeit und war Mitglied der Bekennenden Kirche (siehe
RGG2).
Kirchbach, Kurt