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Berthold VII. >>
Berthold von Falkenstein
Abt des Klosters
St. Gallen,
†10.1.1272.
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Freiherr Egilward von Falkenstein (Burg im Schiltachtal bei Schramberg im Schwarzwald);
M Junta (von Wartenberg?).
Leben ↑
Zuerst Pförtner des Klosters
St. Gallen, wurde Berthold 1244 zum Abt gewählt. Als streitbarer Herr war er in lange Auseinandersetzungen und Fehden mit den Grafen von Toggenburg und dem Bischof von Konstanz verwickelt. Die Unterstützung der päpstlichen Partei trug ihm Gunstbezeugungen Innozenz' IV. ein, der ihm 1248 die Abtei Rheinau übertrug, die er während eines Jahrzehntes in Personalunion verwaltete. Berthold sicherte die Macht der Abtei durch den Bau von Burgen und die Erwerbung von Herrschaften (Mamertshofen, Hagenwil, Neu-Ravensburg, Grüningen, Lichtensteig
usw.) und vermochte sie, trotz seiner Fehden, ökonomisch zu heben. Die politischen und kriegerischen Erfolge machten ihn zu einem der angesehensten, seine strenge Herrschaft aber bei den Untertanen zu einem der unbeliebtesten Fürsten der Ostschweiz.
Literatur ↑
ADB II
(unter Bertold); P. Butler, Abt
B. v. F., in:
St. Galler Neujahrsbl., 1894; Oberbad. Geschlechterbuch I, 1898, S. 329;
HBLS III, 1926
|
(unter Falkenstein);
Dictionnaire d’Histoire et de Géographie Ecclésiastiques VIII, 1935,
Sp. 987 f.
(unter Berthod).
Autor ↑
Paul KläuiEmpfohlene Zitierweise ↑
Kläui, Paul, „Berthold von Falkenstein“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
154 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135660246.html
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Bertold I. >>
Bertold von Falkenstein
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Bertold von
Falkenstein, Abt von St.
Gallen, 1244—1272. — Zu den hervorragendsten Lenkern des Klosters St. Gallen in der Zeit, wo hinter der politischen und militärischen Aufgabe der Aebte die culturfördernde Seite dieses Amtes ganz zurückgetreten war, gehört dieser aus dem Schwarzwalde (Falkenstein im Höllenthale) stammende Abt. Gleich im Anfange seiner Regierung gewann er von den Grafen von Toggenburg die Stadt Wil zurück. In einer erbitterten Fehde gegen den Bischof von Constanz, Eberhard von Waldburg, die gleich nach dessen Wahl, 1248, ausbrach, bediente er sich der Hülfe von Söldnern aus Uri und Schwyz, und den hergestellten Frieden benützte er zu schärferer Herbeiziehung klösterlicher Dienstmannen zu ihren Pflichten. Wo sich Gelegenheit darbot, eröffnete Lehen dem Kloster zurückzugewinnen, war
B. gewandt in deren Ausbeutung. Wie aber schon 1264 nach dem Aussterben des Grafenhauses von Kyburg Bertolds Plan, Winterthur dem Kloster St. Gallen zu gewinnen, mißlang, so sank überhaupt mit dem zunehmenden, besonders durch das kyburgische Erbe gesteigerten Glanze des Hauses Habsburg die Bedeutung des Einflusses St. Gallens, welcher unter
B. so groß gewesen war, daß ihn z. B. die Lindauer zu ihrem Vogte gewählt hatten.
B. hinterließ bei seinem, nach längerem Siechthume erfolgten Tode sein Kloster durch den für seine politischen Zwecke und für das reich entfaltete höfische Leben erforderten Aufwand ökonomisch geschwächt. Unter den neun Aebten, deren Regierung der deutsche Fortsetzer der Casus S. Galli, Christian Kuchemeister, geschildert hat (die Hauptquelle für die Geschichte Bertolds), ist Abt
B. jedenfalls die bedeutendste Persönlichkeit.
Autor ↑
Meyer von Knonau.
Korrektur: Es ist nicht an Falkenstein im Höllenthale, wo ein Ministerialengeschlecht saß, sondern an das freiherrliche Falkenstein bei Schramberg, nördlicher im Schwarzwalde gelegen, zu denken. Vgl. über den Abt Berchtold den Commentar zur neuen Ausgabe des Kuchemeister (Mittheil. d. histor. Vereins von St. Gallen, Heft XVIII). M. v. K.
Empfohlene Zitierweise ↑
Meyer von Knonau, „Bertold von Falkenstein“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
2
(1875), S.
521 unter Bertold
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135660246.html?anchor=adb
Berthold
Name: Berthold
Namensvariante: Berthold von Falkenstein
Namensvariante: Bertold
Lebensdaten: erwähnt 1244, gestorben 1272
Beruf/Lebensstellung: Abt von St. Gallen
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Kläui, PaulAutor ADB:
Meyer von KnonauPND: 135660246