Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

NDB-Artikel

<< Kirner, Josef     Kirschbaum, Emil >>

Kirsch, Johann Peter

katholischer Theologe, Kirchenhistoriker, * 3.11.1861 Dippach (Luxemburg), 4.2.1941 Rom.


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Andreas (1834–93), Landwirt, S d. Landwirts Pierre in Küntzig u. d. Anna Alzinger; M Katharina (1830–95), T d. Landwirts Michel Didier u. d. Katharina Berens; Om Jean Pierre Didier (1837–96), Gründer u. 1. Visitator d. Missionen im Pazifik; B Nicolaus Baron K.-Puricelli (1866–1936), luxemburg. Geschäftsträger in Berlin 1920–33.

Leben  
Nach dem Besuch der Oberprimärschule in Fels und des Athenäums in Luxemburg besuchte Kirsch 1880-84 die philosophisch-theologische Hochschule in Luxemburg (1884 Priesterweihe). 1884-90 studierte er am Collegio Apollinare und an anderen päpstlichen Hochschulen in Rom Archäologie, Paläographie und Diplomatik. Im Kreis des Campo Santo Teutonico wurde er von Hergenröther, Denifle, de Rossi, Duchesne, Batiffol und Kraus beeinflußt. 1888 wurde er Leiter des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft; 1890-1932 war er Professor für Patrologie und christliche Archäologie an der neugegründeten Universität Freiburg/Schweiz (1898/99 Rektor). Kirsch, seit 1904 Prälat, gründete 1907 die „Zeitschrift für Schweizerische Kirchen-Geschichte“ und die Reihe „Studi di antichità cristiana“ und war seit 1900 mit A. Ehrhard Herausgeber der „Forschungen zur christlichen Literatur- und Dogmengeschichte" und seit 1907 der „Studien zur Geschichte und Kultur des Altertums“. 1925 gründete er im Auftrage Pius' XI. das „Pontificio Istituto di Archeologia Cristiana“ in Rom, das er bis zu seinem Tod leitete. Als Vorsitzender der Sektion für Altertumskunde der Görres-Gesellschaft gab er die „Römische Quartalschrift für christliche Altertumskunde und für Kirchengeschichte“ mit heraus. In Freiburg befreundete er sich mit Gustav Schnürer und wurde Lehrer von Clemens August Graf von Galen und Lortz. Kirsch, Consultor der Rota Romana und seit 1932 Apostolischer Protonotar, wirkte grundlegend durch seine umfassenden Forschungen zur kurialen Finanzverwaltung im 13. und 14. Jahrhundert, zur Geschichte der römischen Stations- und Titelkirchen und zu den frühen römischen Kalendarien.

Werke  
Die christl. Kultusgebäude im Altertum, 1893; Die christl. Epigraphik u. ihre Bedeutung f. d. kirchengeschichtl. Forschung, Rektoratsrede, 1898; Joseph Kardinal Hergenröthers Hdb. d. allg. KG, 4 Bde., 4/51902-09; Ill. Gesch. d. kath. Kirche, 1. T., hrsg. v. d. Leo-Ges. 1903; Die röm. Titelkirchen im Altertum, 1918; Die Gesch. d. Kirche, 1923; Die Kirche in d. antiken griech.-röm. Kulturwelt, 1930. - Hrsg.: Kirchengesch., 1930 ff.

Literatur  
Stud. z. Schweizer. KG, Prälat J. P. K. z. 70. Geb.tag als Festgabe, 1931; J. Sauer, in: HJb. 61, 1941, S. 467-74; A. Schuchert, in: Hochland 38, 1940/41, S. 274 f.; E. Molitor, Monseigneur J. P. K. Das Lb. e. Gel., 1956 (W, L, P); J. Lortz, Mein Umweg z. Gesch. 1959.

Autor  
Wilhelm Baum
Empfohlene Zitierweise  

Baum, Wilhelm, „Kirsch, Johann Peter“, in: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 672 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116188189.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 11 (1977), S. 672
Erwähnungen: 
NDB 23 (2007), S. 480*

PND: 116188189
Artikel drucken

Index

Kirsch, Johann Peter

Name: Kirsch, Johann Peter
Lebensdaten: 1861 bis 1941
Geburtsort: Dippach (Luxemburg)
Sterbeort: Rom
Beruf/Lebensstellung: katholischer Theologe; Historiker
Konfession: katholisch
Autor NDB: Baum, Wilhelm
PND: 116188189

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Kirsch, Johann Peter

PND
116188189

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika
Historisches Lexikon der Schweiz (HLS)

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)
OPAC der BSB München

Nachlässe
Kalliope