Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

NDB-Artikel

<< Kenckel.     Kenckel, Johannes >>

Kenckel, Benjamin

Kupferstecher, Radierer, * 23.10.1681 Augsburg, nach 1717.


GenealogieLebenLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Matthäus, Mesner b. St. Anna in A.; M N. N.; B Johannes (s. 2), Matthäus (* 1685, Sabina Sedlmayr, 1775 Miniatur- u. Aquarellmalerin, s. ThB 30), Miniaturmaler (s. ThB).

Leben  
In Nürnberg arbeitete Kenckel an Buchillustrationen mit, so bei Johann Christoph Volkamer „Nürnbergische Hesperides“ (1708). In Wien kam er zu Johann Bernhard Fischer von Erlach; vielleicht hatte ihn der Nürnberger, in Wien für Fischer tätige Johann Adam Delsenbach empfohlen. Kenckel arbeitete neben anderen Stechern und Radierern an der Illustrierung von Fischers Werk „Entwurff Einer Historischen Architektur“ (1705/12) mit. Die Handschrift mit Beigabe zahlreicher Radierungen (Probedrucke) nach Zeichnungen der beiden Fischer (Vater und Sohn) wurde 1712 dem Kaiser Karl VI. überreicht (Wien, Nationalbibliothek, Handschriftensammlung Codex Vindob. 10 791). Die gedruckten Auflagen kamen in Wien, Leipzig, Paris und London 1721-42 heraus. Die aufgestochenen Radierungen Kenckels von 1712 stellen im 1. Buch ägyptische und hellenistische Bauwerke, antike Gefäße und Vasen dar. Es folgen im 4. Buch barocke Bauten in Wien und Salzburg sowie Lustgartengebäude. Drei Blätter der Kollegienkirche in Salzburg entstanden um 1709 für ein Salzburger Ansichtenwerk, das allerdings nicht erschien. Alle Blätter Kenckels waren zuerst signiert, bei sehr vielen wurde diese Signatur teilweise oder ganz gelöscht; Fischer von Erlach war wohl mit den Arbeiten nicht zufrieden. – Ein Castrum Doloris (Trauergerüst) für Kaiser Leopold I. (1705) wurde von Kenckel in Frankfurt/Main nach Johann Lucas von Hildebrand ausgeführt. Drei Castra Doloris für Kaiser Joseph I. wurden 1711 in Wien dargestellt. Es folgten Radierungen für die kaiserliche Familie. In Graz führte Kenckel 3 Radierungen für das Werk des Marcus Hansiz Societas Jesu (Jesuiten) aus: Quingenium primum imperii Romano-Germanici (1717). Die Vorlagen stammen von Johann Veit Hauck in Graz. Die von Kenckel signierten Allegorien weisen auf Kaiser Karl VI. – Seine Sammlung nach Gipsabgüssen und Modellen (vermutlich Handzeichnungen) gab Kenckel als Vermächtnis an die Nürnberger Malerakademie.

Literatur  
Kat. d. Ornamentstichslg. d. Staatl. Kunstbibl. Berlin, 21939, Nr. 2139; G. Kunoth, Die Hist. Architektur Fischers v. Erlach, 1956; J. B. Fischer v. Erlach Ausstellung Graz, Wien, Salzburg 1956/57. Nr. 25, S. 90-96, Nr. 26, S. 101, Nr. 28, S. 103, Nr. 63 A, S. 196-99, Nr. 64, 64 A-E, S. 205-35, Abb. 7, 11, 13, 15, 17, 23 (L); ThB (L).

Autor  
Kurt Pilz
Empfohlene Zitierweise  

Pilz, Kurt, „Kenckel, Benjamin“, in: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 490 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd128813873.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 11 (1977), S. 490

PND: 128813873
Artikel drucken

Index

Kenckel, Benjamin

Name: Kenckel, Benjamin
Lebensdaten: 1681 bis nach 1717
Geburtsort: Augsburg
Beruf/Lebensstellung: Kupferstecher; Radierer
Konfession: lutherische Familie
Autor NDB: Pilz, Kurt
PND: 128813873

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Kenckel, Benjamin

PND
128813873

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)

Nachlässe
Kalliope