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<< Kayser, Hans     Kayser, Wolfgang >>

Kayser, Johann Christian

Orgelbauer, * 13.5.1750 Ohorn bei Pulsnitz, 8.8.1813 Dresden. (evangelisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturQuellenAutorZitierweise

Genealogie  
V Johann, Bauer in O.; M Anna, T d. Bauern Christoph Schmidt in O.; Verwandter Andreas (1699–1768), Orgelbauer; - Pulsnitz 1775 Joh. Christiana, T d. Schuhmachers Joh. Gottlob Horn in P.; K , u. a. Friedrich Traugott, Orgelbauer (s. W).

Leben  
Kayser lernte zunächst bei Pfützner, dann bei Andreas Kayser und zuletzt bei Johann Gottlieb Mauer in Leipzig. 1776 ließ er sich in Dresden nieder und baute Positive (stimmige und 8 stimmige) in privatem Auftrag sowie für die Kreuzschule (4 stimmige), außerdem eine 10 stimmige Orgel in Chorton für Lauterbach bei Stolpen, die nicht erhalten sind. Die meisten|seiner erhaltenen Orgeln stehen jedoch in Kammerton. Kayser pflegte und stimmte 1780-1813 die Silbermann-Orgel der Sophienkirche, reparierte 1788 wieder die der Frauenkirche, 1791 die Hildebrandtorgel der Dreikönigskirche in Dresden-Neustadt und 1796 die Orgel der Gebrüder Wagner in der Kreuzkirche. Im Gegensatz zu G. Silbermann disponiert er Bordun 16' auch für Orgeln mit weniger als 20 Stimmen, jedoch nur selten streichende Stimmen. Die stimmige Orgel in Lohmen von 1788/89 enthält chorweise im Hauptwerk die 3 Holzregister Bordun 16' Gedackt 8' und 4', im Oberwerk Rohrflöte 8' und 4'. Völlig im Sinne Silbermanns ist dagegen die leider mehrfach umgebaute stimmige Orgel in Höckendorf bei Dippoldiswalde von 1789-93 disponiert, da Kayser hier einen Entwurf von Adolf Gottfried Oehme ausgeführt hat. Wohl als letztes Werk baute Kayser mit seinen Söhnen um 1810 die Orgel in Freital-Döhlen. Seine Werke sind dauerhaft gearbeitet und von klanglichem Niveau. Die Zahl der Einzelaliquoten und damit der Registriermöglichkeiten ist im allgemeinen geringer als bei Silbermann. Die schlichten Prospekte weisen gewöhnlich 3 flache Türme und 4 Zwischenfelder auf. Als Gesellen waren Gotthelf Friedr. und Johann Gotthold Jehmlich bei Kayser, der Dresdner Friedr. Nikolaus Jahn bei den Söhnen Kaysers tätig.

Werke  
Weitere Orgeln: Dresden Waisenhauskirche I/11, 1780 (nicht erh.); Dresden Garnisonskirche 1/13 1780 (nicht erh.); Wehlen II/16, 1780/81 (ob erh. ?); Dresden, Annenkirche, II/24 1782/83 (nicht erh.); Olbernhau II/20, 1787-89; Dobrilugk II/14, ? (nicht erh.); Hartha b. Bischofswerda I/10, ? (verbrannt); Dresden, Johanniskirche I/10, 1795 (nicht erh.); Glashütte II/17, 1794-97; Oberpesterwitz b. Freital I/12, 1798 (nicht erh.); Lichtenberg b. Freiberg II/20, 1799; Burkhardswalde b. Meißen II/20, 1800 (umgebaut); Dorfchemnitz b. Brand-Erbisdorf II/18, 1801-03; Tharandt II/15, 1810 (Geh. erh.); Lommatzsch II/27 (?), 1814 (Gehäuse nicht erh.); Tauscha b. Radeburg I/8, 1819. - Zu S Frdr. Traugott: Lommatzsch II/24, 1814 (umgebaut); Tauscha b. Radeburg I/8, 1819 (Dispos. 1934 verändert).

Literatur  
Orgeldispositorium, hrsg. v. P. Smets, 1931, S. 73 f., 106, 108 u. 110 f.; E. Flade, Silbermann, 1953, S. 209, 211. |

Quellen  
Qu.: Staatsarchiv Dresden, Kgl. Orch., Vol. XIX, Bl. 125 b.

Autor  
Ulrich Dähnert
Empfohlene Zitierweise  

Dähnert, Ulrich, „Kayser, Johann Christian“, in: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 383 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd137728220.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 11 (1977), S. 383 f.

PND: 137728220
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Index

Kayser, Johann Christian

Name: Kayser, Johann Christian
Lebensdaten: 1750 bis 1813
Geburtsort: Ohorn bei Pulsnitz
Sterbeort: Dresden
Beruf/Lebensstellung: Orgelbauer
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Dähnert, Ulrich
PND: 137728220

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Kayser, Johann Christian

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137728220

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