Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

ADB-Artikel

<< Käser, Leonhard     Kaspar von der Rön >>

Kaske, Thomas

 LebenAutorLiteraturZitierweise

Leben  
Kaske: Thomas K., Rostocker Rathsherr seit 1525, führte die Rostocker Schiffe den Verbündeten, König Friedrich von Dänemark und den übrigen wendischen Städten, 1522 nach dem Sunde zu, als es galt, den in Norwegen gelandeten König Christian II., der sich in Anslaw (Onslo), d. h. Christiania, festgesetzt hatte, zu bewältigen. Als der letztere zu Verhandlungen geneigt war, die Städter aber schlagen wollten, schoben die dänischen Führer, die Brüder Knut und Magnus Gyldenstjern, diesen die Verantwortlichkeit für ein Mißlingen zu, worauf die städtischen Rathsherren den Thomas K. beauftragten, in ihrem Namen der Verhandlung beizuwohnen, was in der Woche vor Johannis geschah, am 28. Juni referirte er den Rathssendeboten und den Schiffern und Hauptleuten der Städte, worauf am 1. Juli der Vertrag abgeschlossen wurde, der Christian II. der Gefangenschaft gegen dessen Wortlaut übellieferte. Wie sich K. vom Lübecker Rathsherrn und "Omeral" Gert van Odingborch und dem Stralsunder Jacob von Hilsheim (bei Waitz: Hitsheim) Vollmacht und Sicherheitsbrief ausstellen ließ, so auch von den Gyldenstiern, daß er nur die öffentlichen Verhandlungen anhören und sich und die Städte nicht binden wolle. Beide im Rostocker Archive enthaltenen Aktenstücke sind seltsamer Weise erst nachträglich vom 3. Juli datirt. Vielleicht berief sich später Lübeck, als es gegen Christian III. feindlich vorging und die widerrechtliche Gefangenhaltung Christians II. als Vorwand brauchte, gerade auf den Kaske'schen Vorbehalt, obwol es selber gegen die Freigebung ausgetreten war. Als später Jürgen Wullenweber durch Johann Oldendorp die Rostocker Bürgerschaft gegen den Rath, der ihm nicht folgen wollte, erregen und die Wahl von Sechzigern 1535 durchsetzen ließ, wurden der Bürgermeister Muermann und K., als Gegner dieses demokratischen Ausschusses und des geforderten "Bürgerbriefes" in Gewahrsam gelegt; dann hören die Nachrichten über ihn auf. Er war der einzige seines Namens im Rathe und gehörte schwerlich zu den Katzow oder Kassow, welche als patrizisches Geschlecht vermuthlich schon 20 Jahre vorher erloschen.
|
Literatur  
Vgl. Waitz, Jürgen Wullenweber, I, 172. 354 f. Ungnaden, Amoenit. p. 1044, wo aber falsche Herzogsnamen genannt sind.

Autor  
Krause.
Empfohlene Zitierweise  

Krause, „Kaske, Thomas“, in: Allgemeine Deutsche Biographie 15 (1882), S. 436-437 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd137717598.html?anchor=adb

Quelle/Vorlage: 
ADB 15 (1882), S. 436-437

PND: 137717598
Artikel drucken

Index

Kaske, Thomas

Name: Kaske, Thomas
Lebensdaten: erwähnt 1525 und 1535, gestorben Anfang 16. Jahrhundert
Beruf/Lebensstellung: Rostocker Ratsherr
Konfession: katholisch; evangelisch?
Autor ADB: Krause
PND: 137717598

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Kaske, Thomas

PND
137717598

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)

Nachlässe
Kalliope