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NDB-Artikel

<< Bernatzik.     Bernatzik, Hugo Adolf >>

Bernatzik, Edmund

Staatsrechtler, * 28.9.1854 Mistelbach, 30.3.1919 Wien.


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Johann ( 1885), Notar und Landesadvokat in Wien; M Wilh., T des Hauptmanns Karl Freiherr Buol von Wischenau und der Babette Spitzer; Wiesbaden 1886 Josefine, T des Arztes Josef Tourelle in Wörrstadt (Hessen) und der Julie Zinsser; 3 S, u. a. Hugo s. (2), Walter, Professor an der TH Dresden (Erdbaumechanik); 2 T.

Leben  
Bernatzik besuchte die Universitäten Wien und Graz, wurde 1874 in Wien zum Doktor der Rechte promoviert, war anschließend durch zehn Jahre im richterlichen Dienst tätig. 1886 habilitierte er sich an der Wiener Universität für öffentliches Recht, supplierte 1891 die Lehrkanzel für Kirchenrecht an der Universität Innsbruck, folgte im gleichen Jahr einer Berufung als ordentlicher Professor nach Basel, 1893 nach Graz, 1894 nach Wien. - Bernatzik war an der Jahrhundertwende der führende österreichische Staatsrechtslehrer, neben Otto Mayer Begründer der juristischen Methode in der deutschen Verwaltungswissenschaft. Nebenamtlich gehörte er dem kaiserlich-königlichen Reichsgericht als Mitglied an. Regen Anteil nahm er an den Arbeiten zur Verwaltungsreform als Mitglied einer 1911 bestellten Kommission.

Werke  
u. a. Rechtsprechung u. materielle Rechtskraft, 1886; Krit. Stud. üb. d. Begriff d. jur. Person, in: Archiv f. öffentl. Recht, Bd. 5, 1888; Republik u. Monarchie, 1892, 21919; Anarchismus, in: Schmollers Jb., 1894; Das Proportionalwahlrecht, ebenda, 1894; Der Verfassungsstreit zw. Schweden u. Norwegen, in: Grünhuts Wiener Zs., 1899; Österr. Verfassungsgesetze, Stud.-Ausg., 1906, 21911; Polizei u. Kulturpolitik, in: Kultur d. Gegenwart 1906, 1913; Üb. nat. Matriken, 1910; Die Ausgestaltung d. Nationalgefühls im 19. Jh., Rechtsstaat u. Kulturstaat (2 Vorträge), 1912; Der franz. Syndikalismus, in: Archiv f. Gesch. d. Sozialismus, Bd. 6, 1914; Neues üb. d. Pragmat. Sanktion, 1915.

Literatur  
Jurist. Bll., Jg. 48, 1919, S. 109; Österr. Rdsch., Bd. 59, 1919, S. 116; Zs. f. öffentl. Recht, Bd. 1, 1919/20, S. VII; Wiener Rektoratsber. 1919/20, S. 66; Kürschner, Lit.-Kal. 1917; DBJ II (Totenliste 1919, L).

Autor  
Ludwig Adamovich
Empfohlene Zitierweise  

Adamovich, Ludwig, „Bernatzik, Edmund“, in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 103 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116137096.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 2 (1955), S. 103
Erwähnungen: 
NDB 2 (1955), S.  103*

PND: 116137096
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Index

Bernatzik, Edmund

Name: Bernatzik, Edmund
Lebensdaten: 1854 bis 1919
Geburtsort: Mistelbach
Sterbeort: Wien
Beruf/Lebensstellung: Jurist; Staatsrechtler
Konfession: katholisch?
Autor NDB: Adamovich, Ludwig
PND: 116137096

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Bernatzik, Edmund

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116137096

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