<< Heye, Hermann
Heyer >>
Heye, Wilhelm
Generaloberst,
* 31.1.1869 Fulda,
† 11.3.1947 Braunlage (Harz). (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Wilhelm (1824–99),
preuß. Oberstlt.,
S d. Advokaten Ernst in Oldenburg u. d. Juliane Büttner;
M Charlotte (1834–71),
T d. Alexander
v. Finckh (1806–88),
Oldenburg. GR u.
Reg.präs. v. Birkenfeld, u. d. Georgine Völkers;
Ur-Gvm Chrstn. Daniel
v. Finckh (
† 1813), Jurist (s.
NDB V);
B Alexander (1860–1915),
Gen.-Major,
Mil.-schriftsteller (s.
DBJ I,
Tl. 1915); -
⚭ Beckingen/Saar 1894 Else (1875–1961),
T d. Fritz Karcher (1845–1925),
GKR, Großindustrieller (Schraubenfabrik u. Kleineisenzeug-Fabriken in Beckingen u. Saarbrücken), u. d. Anna Schmidtborn; 3
S (1
⚔), 2
T , Hellmuth (1895–1970), Vizeadmiral, 1939/40 Kommandant d. Kreuzers „Admiral Hipper“, 1944/45 Admiral d. Kleinkampfverbände, 1961-64 Wehrbeauftragter d.
Dt. Bundestags;
N Carl (
* 1891), Admiral.
Leben ↑
Nach Besuch der Kadettenanstalten in Bensberg und Großlichterfelde aus der Infanterie hervorgegangen, wurde Heye als junger Generalstabsoffizier 1906-08 der Schutztruppe in Deutsch-Südwestafrika zugeteilt und war an den Kämpfen gegen die Hereros beteiligt. Nach der Leitung der Abteilung III b (Nachrichtendienst) im Großen Generalstab (1910–13) und einem Kommando als Bataillons-Kommandeur in Hannover machte Heye den 1. Weltkrieg vornehmlich in Chefstellungen mit (1914 Schlesischer Landwehrkorps, später Armeegruppe Woyrsch, 1917 Heeresgruppe Herzog Albrecht von Württemberg). Im Herbst 1918 bekleidete er das wichtige Amt des Leiters der Operationsabteilung in der Obersten Heeresleitung. In dieser Eigenschaft führte er Anfang November 1918 die bekannte Kommandeursbefragung durch, ob ein militärischer Widerstand noch sinnvoll sei. Durch Seeckt gefördert, wurde Heye in der Reichswehr 1920 dessen Nachfolger als Chef des Truppenamtes (16.6.1920 Generalmajor) und übernahm 1922 das Personalamt. 1923-26 war Heye als Generalleutnant Kommandeur der 1. Division und Befehlshaber im Wehrkreis I (Königsberg i. Pr.). Im Oktober 1926 trat er abermals die Nachfolge Seeckts an, diesmal als Chef der Heeresleitung (General der Infanterie) und behielt die Stellung (1.1.1930 Generaloberst) bis zum 31.10.1930. In dieser Zeit vermochte er nicht dieselbe Autorität zu behaupten, wie sie Seeckt zugewachsen war, auch verlor die Heeresleitung erkennbar an politischem Gewicht, während die Positionen des Reichswehrministers und der Ministeramtes (Schleicher) sich zunehmend verstärkten. Nach seinem Ausscheiden trat Heye nicht mehr hervor.
Werke ↑
Die
Gesch. d. Landwehrkorps im Weltkriege 1914/18, 2
Bde., 1935-37.
Literatur ↑
W. Görlitz, Der
dt. Gen.stab,
Gesch. u. Gestalt,
21953;
F. L. Carsten, Reichswehr u.
Pol. 1918–33, 1964.
Autor ↑
Thilo VogelsangEmpfohlene Zitierweise ↑
Vogelsang, Thilo, „Heye, Wilhelm“,
in: Neue Deutsche Biographie
9
(1972), S.
79
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd124338127.html
Heye, Wilhelm
Name: Heye, Wilhelm
Lebensdaten: 1869 bis 1947
Geburtsort: Fulda
Sterbeort: Braunlage (Harz)
Beruf/Lebensstellung: Generaloberst; Chef der Heeresleitung
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Vogelsang, ThiloPND: 124338127