<< Friedrich IV.
Friedrich, Herzog von Sachsen >>
Friedrich, Erzherzog von Österreich
Feldmarschall,
* 4.6.1856 Groß-Seelowitz (Mähren),
† 30.12.1936 Ungarisch Altenburg (Magyar Òvàr). (katholisch)
Genealogie
| Leben
| Auszeichnungen
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Erzhzg. Karl
Ferd. (1818–74),
k.k. Gen. d.
Kav.,
S d.
Erzhzg. Carl (
† 1847),
k.k. FM u. Generalissimus;
M Erzhzgn. Elisabeth (1831–1903),
T d.
Erzhzg. Joseph (1776–1847), Palatin
v. Ungarn (s.
Wurzbach VI unter Habsburg);
B Karl Stephan (1860–1933),
k.u.k. Admiral, Eugen (
† 1954),
FM (s.
NDB IV);
Vt Kaiser Franz Joseph I. (
† 1916, s.
NDB V);
⚭ Schloß L'Hermitage/Belgien 1878
Prn. Isabella (1856–1931),
T d. Rudolph
Hzg. v. Croÿ u. d. Natalie
Prn. v. Ligne; 1
S , 5
T .
Leben ↑
Als Enkel des Siegers von Aspern, Erzherzog Carl, begann Friedrich 1871 die militärische Laufbahn im Tiroler Kaiserjägerregiment. Seit November 1882 Generalmajor und Brigadier in Preßburg und 1886 Feldmarschalleutnant und Divisionär im gleichen Garnisonsort, wurde Friedrich im September 1889 zum Kommandanten des V. Korps und Kommandierender General in Preßburg, bald darauf zum Feldzeugmeister ernannt. Sein Aufenthalt in der ungarischen Krönungsstadt machte ihn mit den besonderen Problemen der vielnationalen habsburgischen Armee gerade in einem wichtigen Garnisonsort vertraut. Seit April 1905 Generaltruppeninspektor, erreichte Friedrich 1907 die Betrauung mit dem Oberkommando der kaiserlich königlichen österreichischen Landwehr und 1910 die Ernennung zum Armeeinspektor. Daß die Landwehr zu einem Heereskörper der „ersten Linie“ herangebildet werden konnte und vor allem die Ausstattung durch hervorragend ausgebildete Gebirgstruppen erhielt, war sein Verdienst. Bei Ausbruch des Weltkrieges übertrug Kaiser Franz Joseph I. Friedrich das Armeeoberkommando und ernannte ihn zum Feldmarschall. Die strategische Führung der Armeen wurde Conrad von Hötzendorf übergeben. Friedrich hat namentlich in den schweren Krisen des Einleitungsfeldzuges 1914/15 gegen Rußland, aber auch später durch seine ausgleichende, keine Verantwortung scheuende Haltung das Armeeoberkommando mit Conrad erfolgreich gemeinsam geführt. Seine engen freundschaftlichen und verwandtschaftlichen Beziehungen zu Kaiser Wilhelm II. machten ihn zu einem Vertreter des Bündnisses, trotz mancher Friktionen der beiderseitigen Chefs des Generalstabes. Beim Regierungsantritt Kaiser Karls I. 1916 zunächst zu dessen Stellvertreter im Armeeoberkommando ernannt, trat er 1917 zurück. Anläßlich der Offensive im Sommer 1918 erhob er noch einmal seine Stimme gegen die offenkundlichen Fehlplanungen. Nach 1918 wurde Friedrich – einst einer der reichsten Angehörigen des Hauses Habsburg-Lothringen – vieler seiner Besitzungen in den Nachfolgestaaten beraubt und lebte zurückgezogen nach einem kurzen Schweizer Exil-Aufenthalt in Ungarn
|Auszeichnungen ↑
Großkreuz
d.|Mil.-Maria-Theresien-Ordens, Ehrendoktorate
d. Univ. Laibach, Hochschule
f. Bodenkultur Wien
u. TH Wien.
Literatur ↑
Mil.
wiss. Mitt. 68,
Febr. 1937, S. I-VI;
Der
Mil.-Maria Theresien-Orden, 1944, S. 17 1.;
ÖBL;
Bibl. d. Heeresgeschichtl.
Mus. Wien.
Portraits ↑
Ölgem.
v. H. Torggler, 1916,
v. H. Bouvard, 1918,
v. H. Stalzer (alle Wien, Heeresgeschichtl.
Mus.).
Autor ↑
Ludwig JedlickaEmpfohlene Zitierweise ↑
Jedlicka, Ludwig, „Friedrich, Erzherzog von Österreich“,
in: Neue Deutsche Biographie
5
(1961), S.
525 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118861913.html
Friedrich
Name: Friedrich
Lebensdaten: 1856 bis 1936
Geburtsort: Groß-Seelowitz (Mähren)
Sterbeort: Ungarisch Altenburg (Magyar Òvàr)
Beruf/Lebensstellung: Erzherzog von Österreich; k. u. k. Feldmarschall
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Jedlicka, LudwigPND: 118861913