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Bergmann, Ernst Gustav Benjamin von >>
Bergmann, Gustav Adolf
Kaufmann und Politiker,
* 6.5.1816 Straßburg,
† 20.5.1891 Straßburg. (evangelisch)
Genealogie
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Genealogie ↑
B Friedrich Wilhelm s. (1).
Leben ↑
Nach Absolvierung des Protestantischen Gymnasiums widmete Bergmann sich dem Kaufmannsstand und erwarb im Reedereiwesen Weitblick und Weltkenntnis. Seit 1841 war er in Straßburg tätig, wo er vor allem durch Gründung mehrerer Kredit- und Bankinstitute schnell einen maßgeblichen Einfluß auf das elsässische Wirtschaftsleben gewann, den er nach 1871 für dessen Überleitung in die deutschen Verhältnisse einsetzte. 1877 wurde er als Vertreter der Elsässer Autonomistenpartei in den Reichstag gewählt, wo er für eine bundesstaatliche Verfassung des Reichslandes und zusammen mit F. von Varnbühler für eine gemäßigte Schutzzollpolitik eintrat. Bei den Neuwahlen von 1878 unterlag er den Protestlern, wirkte aber seit 1880 im Staatsrat für Elsaß-Lothringen. Er war Fachmann im Verkehrs- und Zollwesen und Anreger des Volkswirtschaftsrates.
Werke ↑
Qu'est-ce que le chemin de fer au point de vue de la voirie, au point de l'Etat et au point du public?, Straßburg 1861; L'Etat directeur des chemins de fer français, ebenda 1861; Zur Enquête
üb. ein einheitl. Tarifsystem auf d.
dt. Bahnen, 1876; Die zukünft. Zollverträge auf d. Grundlage autonomer Tarife …, 1879; Die Vorschriften
üb. d. Schiffsregister, 1884.
Literatur ↑
J. Schneider, Die
elsäss. Autonomistenpartei 1871–81, 1933, S. 37
u. ö.;
Journal d'Alsace, 24.5.1891;
Straßburger Post, Morgenausg.
v. 22.5.1891;
Sitzmann I, 1909.
Autor ↑
Christian HallierEmpfohlene Zitierweise ↑
Hallier, Christian, „Bergmann, Gustav Adolf“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
88
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd133679284.html