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Adolf >>
Adolf II.
Graf von Nassau, Erzbischof von Mainz (seit 1461),
† 6.9.1475 Eltville.
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Graf Adolf von Nassau-Wiesbaden;
M Margarethe,
T des Markgrafen Bernhard I. von Baden.
Leben ↑
Nach der Absetzung Diether von Isenburgs durch den Papst wurde Adolf, der bei der Wahl von 1459 nur knapp in der Minderheit geblieben war, zum Erzbischof von Mainz ernannt. Er konnte das Stift nur in schweren Kämpfen gegen Diether, der von Kurpfalz, Hessen und Katzenelnbogen sowie von der Stadt Mainz unterstützt wurde, erobern (1461 bis 1463): die Stadt Mainz verlor dabei am 28.10.1462 ihre Stadtfreiheit. Es kam schließlich zu einem Vergleich, der das Erzstift außerordentlich belastete. Die von Diether an Hessen verpfändeten Mainzer Besitzungen in Nordhessen, an Weser und Diemel, Eder und oberer Lahn blieben hessisch, die an Kurpfalz verpfändeten Besitzungen an der Bergstraße und im Odenwald konnte das Erzstift erst 1648 wieder zurückgewinnen. Da Diether selber auch Teile des Erzstiftes auf Lebenszeit zur Nutznießung erhalten hatte, riet Adolf selbst dem Domkapitel, diesen als seinen Nachfolger zu wählen. Adolf war eine treue Stütze der päpstlichen und kaiserlichen Politik. Er nahm den alten Gutenberg in seine Dienste und betrieb die Gründung der Mainzer Universität.
Literatur ↑
ADB I;
K. Menzel, Dieter
v. Isenburg, 1868;
B. Schädel, Zum Kampfe
A.s
v. Nassau u. Diethers
v. Isenburg im Rheingau, nebst zwei
hist. Volksliedern, in: Festgabe d.
Gen.-Versammlung d.
Gesamtver. Mainz, 1887, S. 81-96;
J. Jaeger,
Btrr. z. Gesch. d. Erzstiftes Mainz unter Diether
v. Isenburg u.
A. II.
v. Nassau, 1894;
F. Gundlach, Hessen in d. Mainzer Stiftsfehde, 1898;
E. Ziehen, Mittelrhein u. Reich im Zeitalter d. Reichsreform 1356-1504, I, 1934;
W. Diepenbach-C. Stenz, Die Mainzer Kurfürsten, 1935;
K. Küster, Adolf
v. Breithardt
† 1491. Mainzer Kanzler unter
EB A. II.
v. Nassau, in:
Jb. d. Bistums Mainz,
Bd. 2, 1947, S. 187-226;
A. Schmidt, Zur Mainzer Stiftsfehde
|1462, ebenda,
Bd. 3, 1948, S. 89-99;
LThK;
Enc. Catt. I, 1949.
Portraits ↑
Grabmal in Kloster Eberbach im Rheingau,
Abb. in: J. Weiß, Mittelrhein. Bildnisplastik,
o. J., Tafel 13.
Autor ↑
Anton BrückEmpfohlene Zitierweise ↑
Brück, Anton Ph., „Adolf II.“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
84-85
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd120251973.html
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Adolf Friedrich I. >>
Adolf II.
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Adolf II.,
Erzbischof von
Mainz, Graf von Nassau, Sohn
des Grafen Adolf II. von der Walramischen
Linie des Hauses Nassau, Großneffe des vorhergehenden. Er trat als
jüngerer Sohn in den geistlichen Stand, ward Domherr zu Mainz, als
solcher Provisor zu Erfurt und oberster Amtmann auf dem Rusteberg
im Eichsfeld. Als der Papst den Erzbischof Diether von Isenburg am
21. Aug. 1461 seiner Würde entsetzte, ward
A.
an seine Stelle ernannt, nachdem schon vorher Kaiser
Friedrich dazu seine Genehmigung ertheilt hatte. Diether beschloß,
sich im Erzstift zu behaupten und verbündete sich seinerseits mit
dem Pfalzgrafen Friedrich und dem Grafen Philipp von
Katzenelnbogen.
A.
aber schloß ein Bündniß mit Pfalzgraf Ludwig von
Veldenz, Markgraf Karl von Baden und Graf Ulrich von Würtemberg.
Die Stadt Mainz entschied sich für Diether, nachdem sie lange mit
beiden Parteien unterhandelt hatte. Das Erzstift war theils in
Adolfs, theils in Diethers Gewalt und der Kampf zog sich hin und
her, bald zu des Einen, bald zu des Andern Gunsten. Im October
1462 wurde zwar
A.
Herr der Stadt Mainz; damit war indessen der Krieg
nicht zu Ende. Die Bemühungen des Papstes und des Kaisers blieben
lange erfolglos, bis am 12. Oct. 1463 zu Zeilsheim, zum Theil
durch angewandte List, ein Vergleich zu Stande kam, demzufolge
Diether seinem Nachfolger das Kurschwert überlieferte.
A.
bemühte sich, in Zeiten der Ruhe die dem Erzstift
geschlagenen Wunden zu heilen, Handel und Wandel, auch Zucht und
Sitte unter den Clerikern zu heben. Er starb am 6. Sept. 1475 zu
Eltville, wo er seine Residenz genommen hatte, nachdem er den
verdrängten Diether zum Nachfolger empfohlen hatte.
Autor ↑
Walther.
Empfohlene Zitierweise ↑
Walther, „Adolf II.“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
119
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd120251973.html?anchor=adb
Adolf II.
Name: Adolf II.
Namensvariante: Adolf II. von Mainz
Namensvariante: Adolf von Nassau
Namensvariante: Nassau, Adolf von
Lebensdaten: erwähnt 1459, gestorben 1475
Sterbeort: Eltville
Beruf/Lebensstellung: Erzbischof von Mainz; Graf von Nassau
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Brück, Anton Ph.Autor ADB:
WaltherPND: 120251973