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NDB-Artikel

<< Jung, Arthur     Jung. >>

Jung, Carl Theobald

Eisenhüttenmann, * 24.6.1845 Kreuznach/Nahe, 16.1.1901 Burbach/Saar.


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Carl Wilhelm (1805–64), Kaufm. u. Gerbereibes. in K., S d. Kaufm. Carl Jacob u. d. Elisa|beth Wilh. Kath. Gundlach, beide aus Kreuznacher Kaufm.fam.; M Joh. Elisabeth (1806–87), T d. Gerbereibes. Joh. Jacob Bastian in Stromberg/Hunsrück u. d. Margarete Wilhelmine Graff aus St. Goar; Ov Philipp (1809–57), Bergwerksdir. in Stolberg; - Stolberg b. Aachen 1875 Aline (1854–1933), T d. Eduard Schleicher (1813–73), KR, Messingfabr. in Stolberg, u. d. Emilie Stoltenhoff; 1 S, 2 T , u. a. Arthur (s. 1); Groß-N Feodor Lynen (* 1911), Biochemiker.

Leben  
Nach dem Besuch von Gymnasium und Gewerbeschule betrieb J. das Studium der Hüttenkunde zunächst für ein Jahr an der Bergakademie Clausthal. Anschließend ging er für weitere 3 Jahre zur Gewerbeakademie in Berlin. Bei der Concordiahütte in Eschweiler lernte er den praktischen Betrieb als Volontär kennen. Seine erste Anstellung war die eines Chemikers in Cominnes b. Lille in Frankreich. Von dort kam er als junger Hütteningenieur zum Eisenwerk Karcher & Westermann nach Ars (Mosel) bei Metz. 1872 folgte er einer Berufung zum Hüttendirektor in das benachbarte Novéant, 3 Jahre später kehrte er in gleicher Eigenschaft nach Ars zurück. Im Sommer 1882 übertrug man ihm die Leitung der Hochöfen bei der Luxemburger Bergwerks- und Saarbrücker Eisenhütten-Aktiengesellschaft in Burbach (Saar), wo er bis kurz vor seinem Tod blieb.
J.s Stellung in Burbach bot ihm Gelegenheit, sein Talent voll zu entfalten. Die ihm unterstellten Betriebe führte er zu höchsten Leistungen. Die Hüttentechnik verdankt ihm die Einführung des doppelten Gichtverschlusses, da auf sein Betreiben hin um 1894 bei den Hochöfen in Micheville und Esch die damals üblichen Parry-Trichter mit Zentralrohren Deckel erhielten. Er baute auch 1896 bei der Burbacher Hütte einen Hoff'schen Gichtverschluß mit Deckel ein. Eine weitere Anregung betraf die Herstellung gelochter Winderhilzersteine, verbunden mit besserer Ausnutzung des Hochofengases. Sein vielseitiges Interesse an allen technischen und wissenschaftlichen Fragen fand in seinem Wirken im früheren Pfalz-Saarbrücker Bezirksverein deutscher Ingenieure Ausdruck. Dreimal wurde er zum Vorsitzenden gewählt.

Werke  
Veröff. in: Stahl u. Eisen; VDI-Zs.

Literatur  
Stahl u. Eisen 21, 1901, S. 207 (P); VDI-Zs. 45, 1901, S. 324; 75 J. Eisenhüttenleute, 1935 (P).

Autor  
Günter Bauhoff
Empfohlene Zitierweise  

Bauhoff, Günter, „Jung, Carl Theobald“, in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 662-663 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd137670826.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 10 (1974), S. 662-663
Erwähnungen: 
NDB 23 (2007), S. 48 in Familienartikel Schleicher

PND: 137670826
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Index

Jung, Carl Theobald

Name: Jung, Carl Theobald
Lebensdaten: 1845 bis 1901
Geburtsort: Kreuznach/Nahe
Sterbeort: Burbach/Saar
Beruf/Lebensstellung: Eisenhüttenmann
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Bauhoff, Günter
PND: 137670826

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Jung, Carl Theobald

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137670826

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