Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

NDB-Artikel

<< Johann Adolf     Johann I. >>

Johannes I. Graf im Kraichgau

Bischof von Speyer (seit 1090), 26.10.1104.


GenealogieLebenLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
Aus d. Geschl. d. Zeizolf-Wolfram, v. dem versch. Mitglieder den Saliern als Untergrafen im Speyer-, Worms-, Elsenz-, Kraich- u. Pfinzgau gedient hatten; V Wolfram, Gf. im Kraichgau; M Azela; Verwandter EB Hermann III. v. Köln ( 1099, s. NDB VIII); O (n. späterer Nachr.) Kg. Heinrich IV. ( 1106, s. NDB VIII); N Adelheid ( 1122, Pfalzgf. Heinrich v. Tübingen, vor 1103), Stifterin d. Klosters Blaubeuren.

Leben  
J., 1090 von Kg. Heinrich IV. als Bischof von Speyer eingesetzt, war im Investiturstreit einer der treuesten Anhänger des Kaisers. Er war oft in der Umgebung Heinrichs IV. zu finden, wie dieser auch oft in dem so reich beschenkten Speyer weilte. König und Bischof besaßen hier ein gemeinsames palatium. Im Sinne Heinrichs IV. nahm J. während der Judenverfolgungen diese in seinen persönlichen Schutz. Das von seinen Vorfahren gegründete Kanonikerstift Sinsheim wandelte er 1092 in ein Kloster um und berief Mönche aus Siegburg in der Erzdiözese Köln. Damit wurde Sinsheim an die cluniazensische Reformbewegung angeschlossen, da Siegburg seine monastische Prägung durch Fruttuaria, einem der führenden cluniazensischen Reformzentren, empfangen hatte. So gehörte J. zu den Bischöfen, die Kaisertreue mit Aufgeschlossenheit für die Reform ver|banden. Mit Adelheid, der Tochter seines Bruders Zeizolf, war J. auch an der Gründung des Klosters Blaubeuren beteiligt. Adelheid, die Gattin des Pfalzgf. Heinrich von Tübingen, reiste nach dem Tode J.s nach Rom, um dort für ihren Onkel die Lösung vom Bann zu erwirken. Die späteren Speyerer Annalen rühmen J.s Unbescholtenheit und seine Sorge für die Kirchen und Armen.

Literatur  
J. E. Gugumus, Die Speyerer Bischöfe im Investiturstreit, in: Archiv f. mittelrhein. KG 4, 1952, S. 45-78; J. Semmler, Sinsheim, e. Reformkloster Siegburger Observanz im alten Bistum Speyer, ebd. 8, 1956, S. 339-47.

Autor  
Johannes Emil Gugumus
Empfohlene Zitierweise  

Gugumus, Johannes Emil, „Johannes I. Graf im Kraichgau“, in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 536 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd136302262.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 10 (1974), S. 536 f.
Erwähnungen: 
NDB 8 (1969), S. 635*

PND: 136302262
Artikel drucken

Index

Johannes I.

Name: Johannes I.
Namensvariante: Johannes von Speyer
Lebensdaten: erwähnt 1090, gestorben 1104
Beruf/Lebensstellung: Bischof von Speyer; Graf im Kraichgau
Konfession: katholisch
Autor NDB: Gugumus, Johannes Emil
PND: 136302262

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Johannes I.

PND
136302262

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)

Nachlässe
Kalliope